Ein weiteres Foto soll nun beweisen, dass es sich optisch bei dem Täter von Münster nicht um einen Deutschen handeln kann.

Dieses Foto zeigt einen jungen Mann mit dunklen Haaren, dunklerem Teint und Bart. Die Konturen des mehr als 8000-fach geteilten Bildes sind ein wenig undeutlich. Das Bild wird begleitet von einer Statusmeldung, die infrage stellt, dass es sich bei dem Täter wirklich um einen Deutschen handelt:

Hier ein Foto vom psychisch gestörten „deutschen“ Jens, der für das Attentat in Münster verantwortlich ist.
Was fällt euch dabei auf???

image

Dieses Bild gibt es in noch einer weiteren Version, die sich als die ursprünglichere Version darstellt. In dieser ursprünglicheren Version erkennt man, woher das Bild stammt und warum es so unscharf ist: Es handelt sich hierbei um ein abfotografiertes TV-Bild. Es stellt eine Momentaufnahme dar, die am Samstag, den 07. April 2018 um 18:04 Uhr entstanden ist.

Diese Momentaufnahme wurde aus einer Übertragung des Österreichischen Senders oe24.tv angefertigt. Diese Momentaufnahme wurde nun aus ihrem ursprünglichen Kontext durch unbekannte Dritte herausgerissen, verfremdet und es wird behauptet, in der Übertragung wäre der dargestellte Mann als Täter bezeichnet worden. Das stimmt jedoch nicht!

image

Wir haben hierzu Kontakt mit oe24 aufgenommen. An dieser Stelle bedanken wir uns für die sehr schnelle und auch klare Antwort aus der Redaktion der oe24 Redaktion! Die auf dem Foto dargestellte Person ist während der gesamten Übertragung nicht ein Mal als Täter bezeichnet worden, im Gegenteil! Es handelt sich nach Angaben aus der oe24 Redaktion um Daria E., der aus Münster stammt und für die Übertragung der oe24 als Ortskundiger zugeschaltet war. Daher ist sein Bild eingeblendet worden:

Werter Herr Wolf,

bezüglich Ihrer Anfrage kann ich Ihnen mitteilen, dass es sich bei der Person im Bild um Daria E. handelt. Er ist ein Wahl-Wiener, der in Münster aufgewachsen ist und uns via Telefonschaltung als Ortskundiger die Innenstadt von Münster beschrieben hat. Wir haben ihn auch mit dem Namensinsert „Daria E., Ortskundiger“ gekennzeichnet, das allerdings nicht das gesamte Telefonat über eingeblendet war.

Beste Grüße

Erinnerungen werden wach

Was hier gerade passiert, erinnert ein wenig an den Fall Anas Modamani. Anas ist seinerzeit auch mehrfach fälschlicherweise als Attentäter bezeichnet worden, nachdem sein Foto in verschiedenen Medien zu finden war und er optisch in ein gewisses Schema bestehend aus Vermutung, Vorurteilen und Spekulationen passte.

Siehe hierzu auch: Hinter den KulissenChroniken einer Falschmeldung.


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)