Vorsicht, Betrug: DAS ist nicht Facebook!

Andre Wolf, 28. Juli 2016

Bei dem Facebook Page Manager und dem Begriff Ads für Facebook handelt es sich im Grunde um offizielle Funktionen, bzw.eine App für Seitenbetreiber auf Facebook. Diese Begriffe und auch die Grafik der App werden nun auf Facebook von Betrügern missbraucht.

Opfer dieses Betrugs sollen speziell Seitenbetreiber werden, denen am Ende durch die Preisgabe ihrer Zugangsdaten der Account gestohlen und wohl auch die entsprechende Seite übernommen werden soll. Die gefälschte Seite gibt sich in folgender Optik:

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Die Betrugstaktik dieser Seite ist recht einfach zu verstehen: die betrügerische Seite “Page Ads” gibt sich als offizielle Facebookfunktion/-seite. Um die Aufmerksamkeit diverser Seiten und auch Nutzer zu erlangen, teilt die Seite Page Ads die Statusmeldungen dieser Seiten und versieht den geteilten Beitrag mit einem Text. Dieser Text sieht immer identisch aus und tragen einen Link:

Warning to User Page Facebook
Your account has been found to violate the terms of service, please confirm your account to avoid blocking.
Confirmation here :
http://ow.ly/[***]
If you have not been confirmed we will close your page, according to the notice.

regard
Facebook Pages

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Das Ziel dieser Teilung liegt natürlich darin, die Seitenbetreiber, aber auch deren Nutze zu irritieren und dahingehend zu manipulieren, dass sie aus Neugier auf den Link klicken.


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Phishingbetrug

An dieser Stelle wird nun schnell deutlich: es handelt sich um einen Phishingbetrug! Dieses Mal geht es nicht um Bank-, PayPal- oder Amazondaten, sondern um die Facebook-Zugangsdaten. Unser Phishingschutz von Kaspersky Internet Security blockiert die Phishingseite direkt.

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Ohne die Blockade durch den Phishingschutz öffnet sich eine Seite, welche dem mobilen Login von Facebook nachempfunden ist. Dem Besucher wird vorgegaukelt, dass angeblich etwas schief gelaufen sei:

Your account has been found to violate the terms of service, please confirm your account to avoid blocking.

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Vorsicht! Jede Art der hier getätigten Eingaben landet in Betrüger-Datenbanken, welche sich danach in den eigenen Account einloggen können und diesen im Extremfall dann auch inklusive der eigenen Seiten und Gruppen übernehmen können.

Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Eine Schutzsoftware ist hilfreich! Bei aktualisierten Datenbanken und entsprechender Heuristik werden schädliche Seiten oftmals blockiert. Wir nutzen hierfür eine Kaspersky Schutzsoftware.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personendaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Tipp am Smartphone: einen Link andrücken und halten, bis sich ein Dialogfenster mit der Linkvorschau öffnet. Daran kann man erkennen, wohin ein eingebetteter Link führen soll.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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