Achtung vor Datendiebstahl auf Kleinanzeigenportalen!

Autor: Kathrin Helmreich


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Kleinanzeigenportale bieten eine hervorragende Möglichkeit, Altes zu Geld zu machen oder das ein oder andere Schnäppchen abzustauben.

Doch Vorsicht, Kriminelle betreiben hier auch systematischen Daten- und Identitätsdiebstahl!

Wie unser Kooperationspartner der Watchlist Internet rät, müssen Nutzer und Nutzerinnen daher gut darüber nachdenken, welche Daten sie über das Internet an unbekannte Personen preisgeben und sollten keine Fotos diverser Ausweisdokumente versenden.

Der Verkauf und Ankauf über Willhaben, Geizhals, Ebay und Spock, aber auch über Anzeigen auf Facebook oder Instagram, erfreut sich hoher Beliebtheit. Internetnutzer/innen können gebrauchte Ware einfach zu Geld machen oder bei Einkäufen Geld sparen.

Doch manche der vielen Nutzer/innen bewegen sich mit betrügerischer Absicht auf den Plattformen. Sie versuchen nämlich, an persönliche Daten der User/innen zu gelangen und verlangen Fotos von Reisepass, Führerschein oder sonstigen Dokumenten.

Die Betrüger gehen dabei häufig wie in folgendem Beispielfall vor:

Frau M., das Opfer, bietet auf Willhaben eine Jacke um 200€ zum Verkauf an. Kurz darauf erhält sie eine Anfrage zur Jacke von Frau X. Diese möchte die angebotene Jacke unbedingt kaufen und will, dass Frau M. ihr die Ware nach Bezahlung zuschickt. Frau M. willigt ein und teilt Frau X. die Kontodaten zur Überweisung der 200€ mit. An dieser Stelle beginnt Frau X. nach Daten zu fischen und fragt nach einer Ausweiskopie.

„Bitte senden Sie mir ein Foto von einem Ausweis, dann überweise ich das Geld sofort!“

Frau M. weigert sich, ein Foto zur Verfügung zu stellen, doch Frau X. lässt nicht locker:

„Ich kann das Geld nicht überweisen ohne eine Absicherung. Schicken Sie mir ein Foto, dann überweise ich!“, oder „Ich bin schon zweimal abgezockt worden, jetzt bin ich vorsichtiger! Bitte schicken Sie mir ein Foto.“

Frau M. willigt ein und droht mit polizeilicher Anzeige, sollte etwas nicht passen. Die Antwort von Frau X. soll nochmals Vertrauen stiften:

„Ich würde niemals jemanden betrügen! Ich bin nur vorsichtig. Bitte schicken Sie mir das Foto und ich überweise in einer halben Stunde das Geld.“

Frau M. schickt ein Foto von Ihrem Reisepass an Frau X. und dann folgt die böse Überraschung. Frau M. erhält nie eine Überweisung und von Frau X. kommt keine Antwort mehr.

Was kann Ihnen passieren?

Wenn Sie Ausweisdokumente an Betrüger senden, werden Sie Opfer eines Identitätsdiebstahls. Die Kriminellen können mit Ihren Ausweisen Verbrechen unter dem Deckmantel Ihrer Identität begehen. Oft werden derartige Unterlagen genützt, um Bankkonten zu eröffnen oder Einkäufe zu tätigen, was dazu führen kann, dass Sie als betroffene Person plötzlich Zahlungsaufforderungen oder Inkassoschreiben für Dinge, die Sie nie gekauft haben, erhalten. Weitere Probleme und Unannehmlichkeiten können ebenso nicht ausgeschlossen werden.

Worauf sollten Sie besonders achten?

  • Versenden Sie keine Ausweisdokumente oder Fotos davon an Käufer/innen oder Verkäufer/innen auf den diversen Verkaufsplattformen und Kleinanzeigenportalen.
  • Versuchen Sie Verkäufe lieber persönlich abzuhandeln, als per Versand.
  • Sind Sie sich nicht sicher, dass Ihr Gegenüber vertrauenswürdig ist, beenden Sie lieber den Kontakt, bevor Sie Ihre Daten, Ihr Geld oder Ihre Ware verlieren.

Betrug auf Kleinanzeigen

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Was tun, wenn Sie Opfer geworden sind?

  • Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei.
  • Informieren Sie Ihre Bank darüber, dass Sie Opfer eines Datendiebstahls geworden sind.
  • Lassen Sie sich einen neuen Personalausweis ausstellen.
  • Geben Sie bei Kreditauskunfteien eine Betrugswarnung aus. Dadurch können Kreditgeber nicht ohne Weiteres Kredite an Kriminelle ausstellen.
  • Suchen Sie regelmäßig über Ihre Suchmaschine nach Ihrem Namen und ersuchen Sie bei Websitebetreibern um Löschung von Inhalten in Ihrem Namen, mit denen Sie nichts zu tun haben, an.

Die Watchlist Internet empfiehlt:

Versenden Sie keine Ausweiskopien an Ihnen unbekannte Personen aus Kleinanzeigenportalen, denn dadurch könnten Sie Opfer von Identitätsdiebstahl werden. Beharrt eine Person auf Zusendung von Fotos Ihrer Ausweise, brechen Sie den Kontakt lieber ab und gehen Sie kein unnötiges Risiko ein.


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
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