Facebook-Mutter Meta ändert das System zur Personalisierung von Werbung für Wohnungsanzeigen. Dieses hat es Immobilienfirmen bislang mithilfe spezieller Algorithmen ermöglicht, potenzielle Kunden nach Merkmalen wie Hautfarbe, Herkunft oder Geschlecht auszuwählen, was dem Konzern eine Diskriminierungsklage der US-Regierung eingebracht hat.
Nach umfassender Prüfung konnte nun ein Vergleich erzielt werden, der eine Adaptierung des Systems und eine Geldstrafe von 115.054 Dollar (rund 109.658 Euro) vorsieht.
„Historischer Vergleich“
„Wenn ein Unternehmen eine Technologie entwickelt und anwendet, die Nutzern aufgrund von geschützten personalbezogenen Eigenschaften bestimmte Wohnungsmöglichkeiten vorenthält, verletzt das den Fair Housing Act“, sagt US-Staatsanwalt Damian Williams laut Statement des Verteidigungsministeriums Department of Justice. Eine derartige diskriminierende Praxis müsse gleichbehandelt werden wie bei traditionellen Werbemethoden.
„Wenn sich die Technologie rasant weiterentwickelt, haben Firmen wie Meta eine besondere Verantwortung, um sicherzustellen, dass ihre Algorithmen nicht in einer diskriminierenden Art und Weise eingesetzt werden“, betont die stellvertretende Staatsanwältin Kristen Clarke. Sie bezeichnet den Vergleich als „historisch“.
„Das ist das erste Mal, dass Meta zugestimmt hat, eines seiner algorithmischen Tools als Reaktion auf ein ziviles Strafverfahren anzupassen. Das Verteidigungsministerium hat sich dazu verpflichtet, Meta und andere Tech-Konzerne zur Rechenschaft zu ziehen, wenn sie durch ihr Verhalten marginalisierte Gruppen schädigen“, so die Anwältin.
Klage vom März 2019
Eingebracht wurde die Diskriminierungsklage schon im März 2019 vom Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung. Dieses hatte festgestellt, dass Immobilienfirmen über das Werbesystem von Meta in der Lage sind, dafür zu sorgen, dass ihre Inserate Menschen mit spezifischen Merkmalen nicht angezeigt werden. So konnten etwa Nutzer mit bestimmter Hautfarben, Herkunft, Familienstand, Geschlecht oder religiöser Zugehörigkeit viele Wohnungsanzeigen gar nicht sehen, andere schon.
Diese Filterfunktion wird nun spätestens bis Jahresende eingestampft, heißt es von Meta.
Quelle: Pressetext
Auch interessant: Faktencheck: Was bedeutet Transidentität?
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

