Kriminalpolizei ermittelt nach Drohbrief an Türkisch-Islamische Gemeinde in Röthenbach

Türkisch-Islamische Gemeinde erhält Drohbrief

Am 05.03.2020 erhielt die Gemeinde in Röthenbach a. d. Pegnitz einen Drohbrief, dem eine Patrone beigelegt war.
Die Polizei ermittelt.

Aktuell kursiert ein Foto eines Drohbriefs auf Social Media Plattformen. Es handelt sich hierbei um folgenden Screenshot:

Screenshot mimikama.org
Screenshot mimikama.org

Der Faktencheck

Das Polizeipräsidium Mittelfranken teilt in einer Presseaussendung folgendes mit:

Am Donnerstag (05.03.2020) ging bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Röthenbach a. d. Pegnitz (Lkrs. Nürnberger Land) ein Drohbrief ein. Die Kriminalpolizei Schwabach hat die Ermittlungen zu diesem Vorfall aufgenommen.

Mitglieder der betroffenen Moscheegemeinde mit Sitz am Bahnhofsplatz hatten in den Abendstunden die Polizei informiert. Ein an die Gemeinde adressierter Brief droht deren Mitgliedern mit den Worten „Ihr werdet niemals sicher sein!“. Zudem war dem Schreiben eine Patrone beigelegt.

Der Brief wurde durch die Polizei sichergestellt und umgehend an das zuständige Fachkommissariat bei der Kriminalpolizei Schwabach weitergeleitet. Dort ist zwischenzeitlich die kriminaltechnische Untersuchung des Briefes eingeleitet sowie eine inhaltliche Bewertung des Schreibens vorgenommen worden.

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Die Ermittler der Kriminalpolizei Schwabach gehen in ihrer ersten Bewertung davon aus, dass sich der aktuelle Brief in eine bestehende Serie von gleichartigen Bedrohungsschreiben einreihen lässt. Seit Dezember 2019 ermitteln die Beamten des polizeilichen Staatsschutzes in Schwabach in mehreren ähnlich gelagerten Fällen. Entsprechende Drohbriefe, denen teilweise Patronen beilagen, waren hier an Personen des regionalen politischen Lebens versandt worden. Auch diesen Schreiben lagen teilweise Patronen bei, bei denen es sich bislang jeweils um echte Munition handelte.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen in dieser Bedrohungsserie laufen auf Hochtouren. Bereits seit Anfang Dezember 2019 ist zu diesem Zweck eine Ermittlungskommission (EKO) eingerichtet worden. Aktuell arbeiten acht Beamte intensiv an der Aufklärung der Bedrohungsserie.

Unabhängig von den strafrechtlichen Ermittlungen sind das Polizeipräsidium und seine Polizeibeamtinnen und -beamten im besonderen Maße für die aktuelle Sicherheitslage sensibilisiert. Die Polizei reagiert mit entsprechenden Maßnahmen lageangepasst auf derartige Bedrohungsszenarien. Mit betroffenen Organisationen und Personen steht die mittelfränkische Polizei hierbei in engem Austausch.

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Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken


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