Facebook ändert die Follower-Einstellungen

Öffentliche Profile müssen auf „Professional Mode“ umstellen – oder verlieren ihre Follower.

💬Wie funktioniert Desinformation im politischen Kontext? Antworten finden Sie im Leitfaden Politische Desinformation.

Seit einigen Wochen erhalten viele Facebook-Nutzer:innen irritierende Hinweise wie:

Facebook ändert die Follower-Einstellungen – mimikama.org
Facebook ändert die Follower-Einstellungen – mimikama.org

„Werde bis zum 8. August aktiv, um deine öffentlichen Follower nicht zu verlieren.“

Die Benachrichtigung führt zu einer Auswahl mit zwei Optionen:

  1. „Öffentliche Follower behalten mit dem Professional-Modus“ oder
  2. „Ohne öffentliche Follower fortfahren“.

Viele sind verunsichert: Verliere ich jetzt wirklich meine Reichweite? Was ist dieser Professional-Modus? Muss ich etwas tun?

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Wir klären auf, was dahintersteckt – und was du jetzt tun solltest.

Was hat es mit der Meldung auf sich?

Facebook ändert derzeit grundlegend die Follower-Einstellungen für persönliche Profile.

Bisher konntest du als Privatperson Inhalte veröffentlichen, die öffentlich sichtbar waren – und andere Menschen konnten dir folgen, ohne mit dir befreundet zu sein.

Damit ist jetzt Schluss. Facebook schreibt:

„Dein Profil wird künftig nicht mehr die Option haben, die Follower-Einstellung auf ‚öffentlich‘ zu setzen.“

Stattdessen führt Meta den sogenannten „Professional Mode“ ein – und macht ihn zur Voraussetzung, um öffentliche Follower behalten zu dürfen.

Was ist der Professional-Modus?

Der Professional Mode (auch „Professional-Modus“ genannt) ist ein spezieller Profilstatus, der eigentlich für Creator und Influencer gedacht war. Er bietet u. a.:

  • Zugriff auf Statistiken (Reichweite, Interaktion)
  • Monetarisierungsoptionen (z. B. Reels Bonus)
  • Kategorisierung als öffentliche Person (z. B. Journalist, Aktivist, Künstler)
  • Mehr Sichtbarkeit über Facebook-Suche und Empfehlungen

Er funktioniert wie ein Hybrid aus privatem Profil und öffentlicher Seite – und wird nun zum neuen Standard, wenn du öffentliche Follower behalten willst.


Deine zwei Optionen im Detail

Option 1: Professional-Modus aktivieren

Du behältst deine öffentlichen Follower und kannst weiter Inhalte teilen, die auch Nicht-Freunde sehen. Dein Profil bleibt öffentlich – du kannst aber bei jedem Beitrag individuell festlegen, wer ihn sehen darf.

Option 2: Ohne öffentliche Follower fortfahren

Dein Profil bleibt rein privat. Nur deine Freunde können deine Beiträge sehen, die Follower-Funktion verschwindet – ebenso wie der Zugang zu professionellen Tools.


Was passiert, wenn ich nichts tue?

Laut offizieller Facebook-Grafiken und Nutzerberichten wird bei Untätigkeit folgendes passieren:

„Wenn du keine Entscheidung triffst, wird der Professional-Modus automatisch aktiviert, damit du deine Follower nicht verlierst.“

Das bedeutet: Wer nicht reagiert, wird zwangsumgestellt – allerdings nicht sofort global, sondern schrittweise („over the coming months“). In deinem Fall lautet die Deadline offenbar: 8. August 2025.

Warum macht Facebook das?

Facebook will künftig genau wissen, wer Inhalte für ein größeres Publikum produziert – und diese Inhalte gezielt auswerten, strukturieren und monetarisieren.
Mit dem „Professional-Modus“ zwingt Meta alle Nutzer:innen mit öffentlicher Reichweite in ein einheitliches System.
Das erlaubt Facebook:

  • Öffentliche Profile algorithmisch besser zu steuern
  • Werbefunktionen gezielt auszurollen
  • Reichweite und Verhalten datenbasiert zu analysieren

Klartext: Wer sichtbar ist, soll messbar und verwertbar sein.

Welchen Vorteil habe ich als Nutzer:in?

Wenn du den Professional-Modus aktivierst, bekommst du:

  • Deine öffentlichen Follower bleiben erhalten
  • Du siehst, wie viele Menschen deine Beiträge erreicht haben
  • Du kannst – wenn du willst – später Geld mit deinen Inhalten verdienen
  • Du bekommst Zugriff auf Creator-Tools, Reels-Boni, Reichweitenstatistiken

Das ist nützlich, wenn du:

  • Öffentlich auftrittst (z. B. journalistisch, politisch, kreativ)
  • Deine Reichweite beobachten oder ausbauen willst
  • Professionell mit Facebook arbeitest

Welchen Nachteil habe ich als Nutzer:in?

  • Dein Profil wird automatisch öffentlich geschaltet – du musst alles manuell wieder auf „privat“ setzen, wenn du das nicht willst
  • Deine Daten, Beiträge und Interaktionen werden ausgewertet – für Statistiken, aber auch fürs Meta-Ökosystem
  • Du wirst Teil eines Systems, das auf Content-Ökonomie basiert – auch wenn du das gar nicht willst
  • Viele denken fälschlich, dass der Modus „freiwillig“ sei – doch Untätigkeit führt zur Zwangsumstellung

Und klar ist auch: Wer den Professional-Modus nicht will, verliert seine Follower – und damit Sichtbarkeit.

Unsere Einschätzung

  • Wer Facebook beruflich oder öffentlich nutzt (z. B. für Journalismus, Aufklärung, Politik, Bildung), sollte den Professional-Modus aktiv einschalten.
  • Wer Facebook rein privat nutzt, kann auf „Ohne öffentliche Follower fortfahren“ klicken – und verliert dann keine Kontrolle, aber alle Follower.

Wichtig: Du kannst den Professional-Modus später auch wieder deaktivieren, wenn du deine Meinung änderst.

Kurz zusammengefasst:

  • Ja, Facebook zwingt Nutzer:innen zur Entscheidung.
  • Ja, du musst bis zum 8. August wählen, ob du den Professional-Modus willst.
  • Nein, es ist kein Betrug – sondern eine offizielle Meta-Umstellung.
  • Wer Reichweite behalten will, muss aktiv werden. Wer privat bleiben will, kann Follower abschalten.

Wenn du weitere Fragen hast oder dir unsicher bist, schreib uns gerne – wir helfen dir dabei, die passende Entscheidung zu treffen.
👉 Zum Facebook-Hilfeartikel über den Professional-Modus
👉 Direkt zur Einstellung im Profil

Zahlreiche Nutzer:innen melden sich aktuell verunsichert bei uns: Facebook blendet eine neue Warnung ein – mit dem Hinweis, dass man bis zum 8. August 2025 aktiv werden müsse, um öffentliche Follower nicht zu verlieren.
Viele fragen sich: Was steckt dahinter? Werde ich gezwungen, mein Profil zu ändern? Und: Was ist überhaupt der Professional-Modus? Wir beantworten die häufigsten Fragen – basierend auf Originalzitaten aus der Community.

„Ich will kein Influencer sein – warum muss ich mich jetzt entscheiden?“

„Ich bin ein ganz normaler Mensch – aber trotzdem habe ich 537 Follower, mit denen ich nicht befreundet bin. Ich will gar kein professionelles Profil, sondern einfach bleiben wie ich bin.“

Das ist eine berechtigte Reaktion.
Facebook erlaubt es jedoch künftig nur noch im Professional-Modus, dass dir Menschen öffentlich folgen können, ohne mit dir befreundet zu sein.
Wer also weiterhin öffentlich posten und Follower erreichen möchte, muss den Professional-Modus aktivieren.
Ansonsten: Keine Follower mehr, nur noch Freunde – auch Beiträge erreichen dann weniger Menschen.

„Was passiert am 8. August genau?“

„Wenn ich nichts mache, verliere ich meine Follower – oder Facebook schaltet mich automatisch um?!“

Richtig. Facebook kommuniziert:
Wenn du keine der beiden Optionen auswählst, wird automatisch der Professional-Modus aktiviert, um deine Follower zu behalten.
Tust du gar nichts, wirst du also ungefragt öffentlich – inklusive aller Standardfunktionen des Modus (Statistiken, Sichtbarkeit, ggf. Monetarisierungsmöglichkeiten).

„Heißt ‚Professional-Modus‘, dass ich jetzt geschäftlich tätig bin oder ein Gewerbe brauche?“

„Schwupps – haste ein Gewerbe am Hals?“

Nein. Der Professional-Modus ist nicht automatisch mit einem Gewerbe oder einer Steuerpflicht verbunden.
Du kannst ihn auch aktivieren, ohne Geld zu verdienen. Er ist technisch gesehen eine Funktionsumstellung, kein rechtlicher Status.
Erst wenn du gezielt Einnahmen über Facebook generierst (z. B. Reels-Bonus, Stars, Werbung), kann eine steuerliche Relevanz entstehen – aber nicht durch die bloße Aktivierung.

„Muss dann alles auf meinem Profil öffentlich sein?“

„Ich vermute, dass mein ganzer Kram – Alben, Geburtstag, Interessen – plötzlich sichtbar ist?“

Nein – aber Achtung:
Beim Wechsel in den Professional-Modus wird dein Profil zunächst grundlegend öffentlich geschaltet. Du kannst jedoch jede Info und jeden Beitrag manuell wieder privat stellen.
Heißt: Deine alten Privatsphäreneinstellungen bleiben nicht automatisch gleich. Du musst nachjustieren, wenn du bestimmte Infos nicht öffentlich zeigen willst.

„Ist der Professional-Modus wieder rückgängig zu machen?“

„Der Professional-Modus kann nämlich nicht rückgängig gemacht werden!“

Doch – zumindest derzeit.
Facebook erlaubt aktuell, den Professional-Modus in den Profileinstellungen wieder zu deaktivieren. Ob das langfristig möglich bleibt, ist unklar – aber es geht (noch).

„Ich poste nur Memes, Texte oder Katzenbilder – brauche ich das wirklich?“

„Keine Sau braucht Insights für Memes, Katzenbilder oder selbstgeschriebene Texte.“

Ganz ehrlich? Nein.
Wenn du kein Interesse an Statistiken, Reichweite oder öffentlicher Sichtbarkeit hast – und deine Beiträge nur im privaten Freundeskreis teilst – brauchst du den Professional-Modus nicht.
Du verlierst dann zwar deine Follower, aber nicht deine Freund:innen oder die Möglichkeit zu posten.

„Geht es hier eigentlich um mehr Kontrolle – oder sogar Zensur?“

„Jetzt geht’s los mit der Zensur. Facebook sortiert, wer wen sehen darf.“

Was Facebook hier macht, ist eher eine Plattform-Regelung als direkte Zensur.
Es geht um Struktur, Monetarisierung und Algorithmus-Transparenz.
Dennoch ist Kritik berechtigt:
Die automatische Umstellung bei Untätigkeit, die fehlende Aufklärung und der Zwang zur Entscheidung sorgen verständlicherweise für Frust und Misstrauen.

„Was soll ich jetzt konkret tun?“

Du hast zwei Möglichkeiten:
Du willst Reichweite, Follower, öffentliche Beiträge behalten:
Dann aktiviere bewusst den Professional-Modus – und passe anschließend deine Sichtbarkeitseinstellungen manuell an.
Du willst weiterhin privat bleiben:
Dann lehne den Professional-Modus ab – du verlierst zwar deine Follower, behältst aber deine Kontrolle.
Wenn du gar nichts machst, wird Facebook automatisch umstellen – das solltest du also besser nicht dem Zufall überlassen.

Fazit:

  • Der Professional-Modus ist Pflicht, wenn du öffentliche Follower behalten willst.
  • Die Umstellung erfolgt automatisch, wenn du nichts auswählst.
  • Es ist kein Influencer-Zwang – aber ein tiefer Eingriff in die Profilstruktur.
  • Privatsphäre-Einstellungen musst du nach der Umstellung manuell prüfen.
  • Wer kein öffentliches Profil braucht, kann getrost beim privaten Modus bleiben.

Lesen Sie auch: Desinformation als systemisches Risiko: Mimikama veröffentlicht erstes Positionspapier


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)