Facebook: „Sieh, wer dein Profil stalkt“ – Nein, das ist Fake.

Seit Jahren kursieren auf Facebook Beiträge, die behaupten, man könne sehen, wer das eigene Profil besucht hat. Tatsächlich führen diese Links regelmäßig zu Phishing-Seiten.

Die Behauptung

Es soll möglich sein, dass man sich auf Facebook anzeigen lassen kann, welche Personen ein Facebook-Profil besucht oder „gestalkt“ haben.

Aufgestellt von: Facebook

Falsch

Facebook bietet keine Funktion, mit der Nutzer sehen können, wer ihr Profil besucht. Entsprechende Links dienen dem Abgreifen von Zugangsdaten oder anderen betrügerischen Zwecken.

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Sieh, wer dein Profil stalkt
„Wer stalkt dein Profil? Sieh Namen in 30 Sekunden …“ | Screenshot Facebook

Analyse zu „Sieh, wer dein Profil stalkt“– Die Fakten dahinter

Es gibt keine Möglichkeit, nachzuvollziehen, wer ein persönliches Profil aufgerufen hat. Weder über Einstellungen noch über externe Apps oder Webseiten lassen sich solche Informationen abrufen.

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Die aktuell verbreiteten Beiträge folgen dabei einem bekannten Muster:
Sie werden scheinbar von echten Nutzerprofilen geteilt, oft unter Markierung zahlreicher Freunde. Der Link führt zunächst auf eine Seite, die oftmals mit grafischen Elementen oder zufälligen Zahlen („X Personen haben dein Profil besucht“) Neugier erzeugt. Um angeblich Namen sehen zu können, sollen sich Nutzer anschließend mit ihrem Facebook-Zugang anmelden.

Diese Login-Seiten sind keine echten Facebook-Seiten. Die eingegebenen Zugangsdaten werden an Dritte übermittelt. In der Folge können die Betrüger im Namen der Betroffenen posten oder Nachrichten verschicken.
In einigen Fällen wurden statt Phishing auch Abofallen oder Weiterleitungen zu unseriösen Angeboten dokumentiert.

Was tun, wenn solche Beiträge auftauchen?

Wirst du in einem solchen Beitrag markiert oder siehst ihn im Profil eines Freundes, solltest du die betreffende Person informieren und auch andere Markierte darauf hinweisen, anzuklicken und keine Zugangsdaten einzugeben. So kann verhindert werden, dass sich die Masche weiterverbreitet.

Taucht ein solcher Beitrag im eigenen Feed auf, ohne dass man ihn selbst veröffentlicht hat, ist schnelles Handeln wichtig: Passwort ändern, die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, aktive Sitzungen prüfen und verdächtige Verknüpfungen oder Apps entfernen. So kann weiterer Missbrauch des Kontos begrenzt werden.

Wirkung & Mechanismus

Die Masche setzt auf Neugier und soziale Unsicherheit: Wer schaut mein Profil an? Gibt es heimliche Interessenten oder neugierige Stalker?
Dass die Beiträge von bekannten Kontakten geteilt werden, verstärkt das Vertrauen. Die Markierung vieler Freunde sorgt zusätzlich für Reichweite. Algorithmisch verbreiten sich solche Inhalte schnell, weil sie Interaktion auslösen.

Fazit

Die geprüften Fakten zeigen eindeutig: Einen funktionierenden Facebook-Profilviewer gibt es nicht. Entsprechende Angebote sind Täuschung.

Faktenbarometer

🟥 Falsch / Manipulativ
Die Behauptung widerspricht den Funktionen von Facebook und dient nachweislich Phishing oder anderen Betrugsmodellen.

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MIMIKAMA · FAKTENCHECK

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