Sie sind äußerst beliebt und liegen immer ein wenig zwischen Schadenfreude und Entsetzen: Prank-Videos auf Youtube.
Die Polizei Neumünster weist nun auf Facebook darauf hin, dass die Grenze zwischen Spaß und Straftat aber manchmal fließend ist. So schreiben sie:
Spannende Videos bei Youtube bringen schnell Reichweite, Klicks und neue Abonnenten. Weltweit produzieren Youtuber mit kreativem Aufwand inszenierte Storylines und filmen sich dabei gegenseitig.
Besonders „Pranks“ (Scherzvideos), in denen Menschen erschreckt werden oder eine fiktive Gefahrensituation in möglichst dramatischen Szenen dargestellt werden, sind für Außenstehende von authentischem Material eines echten Unfalls oder einer Straftat kaum zu unterscheiden.
Eine Gruppe Jugendliche hat im Kreis Pinneberg durch inszenierte Bedrohungs-Szenen einen Polizeieinsatz ausgelöst, weil andere Youtube-Nutzer die vorgetäuschte Story in einem Live-Stream für echt gehalten und den Notruf gewählt hatten.
Aus vermeintlichem „Spaß“ kann schnell bitterer Ernst werden, wenn erschreckte Personen zu Schaden kommen (Flucht, Sturz u. ä.), sich vor Schreck mit körperlicher Gewalt verteidigen oder wenn inszenierte Situationen Notrufe von Zuschauern (z.B. im Live-Stream) oder zufälligen Beobachtern (z.B. Nachbarn) auslösen. Das verursacht unnötige Einsätze von Polizei und Rettungskräften.
In Kiel wollten zwei Jugendliche im Hauptbahnhof den Wurf einer Bombe vortäuschen, filmen und damit dem Sicherheitspersonal am Hauptbahnhof einen Streich spielen. Die Beiden konnten gestellt werden, ohne dass hierbei ein Großeinsatz ausgelöst werden musste.
Die strafrechtliche Relevanz der Handlung hängt vom Einzelfall ab, grundsätzlich kann schnell die Schwelle zur sog. „Vortäuschung einer Straftat“ und „Störung des öffentlichen Friedens“ überschritten sein. Hierbei können Geldstrafen bis hin zur Haftstrafe die Folge sein. Auch die ungerechtfertigte Alarmierung durch Vortäuschen einer Gefahrenlage kann richtig Geld kosten.
Wegen dieser Vielzahl an negativen Folgen raten Landespolizei und Bundespolizei dringend davon ab, Prankvideos zu inszenieren und mit dem Anschein einer tatsächlichen Straftat zu spielen. Das Fehlverhalten bei Youtube führt zu ganz realen, auch juristischen und finanziellen, Folgen.
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:
📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.
Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!
* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!
Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

