„Rundumschutz“
Ob Diebstahl oder einfach kaputt: Die meisten Händler werben mit einem Rundumschutz fürs Handy. So rundum ist der aber meistens gar nicht.
Das Wichtigste in Kürze!
- Das Display ist Schrott und muss getauscht werden – kostet je nach Handy gerne mal 250 Euro.
- Weil man die nicht unbedingt immer auf der hohen Kante hat, kann man sein Smartphone mit monatlichen Beträgen versichern.
- Doch oft sind solche Handyversicherungen teurer als eine Reparatur. Und nicht immer wird für alle Schäden bezahlt!
Man hört förmlich den warnenden Unterton und die Spannungsmusik im Hintergrund, obwohl man es nur liest:
„Alle drei Sekunden wird in Deutschland ein Handy beschädigt, gestohlen oder geraubt.“
Und weil das so ist (wenn’s denn stimmt), haben diverse Anbieter auch gleich die passende Versicherung parat und werben obendrein mit Garantieverlängerung und einem Rundumschutz fürs Handy. Doch oft ist der gar nicht so rundum.
Wie teuer die Versicherung ist, richtet sich nach dem Wert des Geräts. Zwischen drei und zehn Euro pro Monat sind üblich. Die Leistungen sind unterschiedlich und die solltet ihr bei verschiedenen Anbietern vergleichen. Denn niemand ist gezwungen, die angebotene Versicherung beim Handykauf gleich mit abzuschließen. Manche Versicherungen akzeptieren Geräte bis drei Monate nach dem Kauf. Andere geben euch sogar bis zu zwei Jahre Zeit.
Beim Kleingedruckten solltet ihr auf folgende Punkte achten:
- Zeitwert. In der Regel wird nicht der Neupreis von einer Handyversicherung ersetzt, wenn ein Schaden eintritt. Schon nach einem Jahr kann ein Handy nur noch 80 Prozent oder weniger wert sein – je nach Bedingungen.
- Selbstbeteiligung. Zwischen 10 und 20 Prozent des Kaufpreises müsst ihr häufig selbst bezahlen, wenn euer Handy kaputt ist und ihr die Versicherung in Anspruch nehmt.
- Leistungsumfang. Nicht jede Versicherung zahlt für das Handy, wenn es geklaut wird – es sei denn, man bucht diese Leistung extra. Müsst ihr aber nicht, wenn ihr schon eine Hausratversicherung habt. Denn die bezahlt sogar den Neupreis des Handys, wenn es aus der Wohnung geklaut oder euch unterwegs geraubt wird.
Ist euer Phone tatsächlich weg oder so kaputt, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, gibt es bei einer Handyversicherung selten Cash dafür. Stattdessen dürft ihr euch ein „Ersatzgerät gleicher Art und Güte“ suchen, für das die Versicherung den Preis bis zum Wert eures kaputten Telefons abzüglich eurer Selbstbeteiligung bezahlt. Und was ist mit Kosten, die ein Dieb durch Telefonate oder Surfen im Internet verursacht? Die ersetzen manche Versicherungen, aber nicht immer in voller Höhe. - Ausschlüsse. Nach einem Sturz habt ihr jetzt die Spider-App auf dem Display, aber es funktioniert noch. Pech gehabt, sagt möglicherweise die Versicherung. Das gilt oft nur als Schönheitsfehler, der die Funktion des Smartphones nicht beeinträchtigt und deshalb gibt’s für die Reparatur keine Kohle. Gleiches gilt, wenn ihr euer Handy falsch bedient oder euch einen Virus eingefangen habt. Und wenn euer Telefon kaputt geht, weil ihr es nur kurz im Regen aus der Tasche geholt habt, stellen sich viele Versicherer auch quer. Es müsste euch schon ins Wasser gefallen sein. Versichert ihr einfachen Diebstahl mit, solltet ihr auch hier genau die Bedingungen lesen: Manche Versicherer zahlen zum Beispiel nicht, wenn euch euer Schätzchen aus einer Handtasche oder einem Rucksack geklaut wird, die nicht mit einem Schloss gesichert sind oder wenn ihr nicht ständig die Hand drauf haltet. Auch wenn das Handy kurz unbeaufsichtigt irgendwo liegen gelassen und dann geklaut wird, verweigern Versicherer meist die Zahlung.
- Kündigungsfrist. Wie bei den allermeisten Handyverträgen gibt es auch bei den Versicherungen eine Mindestlaufzeit. Wer danach nicht weiter zahlen will, muss rechtzeitig kündigen. Falls ihr der Versicherung vor Ablauf der Zeit einen Schaden meldet, könnt ihr von euch aus kündigen. Kann ja sein, dass ihr unzufrieden mit der Regulierung seid oder euer Gerät komplett hin ist und ihr die Police gar nicht mehr braucht.
Quelle: checked4you
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