Auf einem auf Facebook kursierenden Bild werden die „unweiblichen Eigenschaften von Frauen“ dargestellt.
Es geht um dieses Bild:

Das Bild wirkt tatsächlich gefaket, da die Beschriftungen bei genauerem Hinschauen editiert wurden. Doch was stand da ursprünglich? Wurden nur die Beschriftungen geändert, oder ist das ganze Bild ein Fake?
Überraschung: Es ist kein Fake!
Die Beschriftungen wurden zwar editiert, aber nur ins Deutsche übersetzt. Die Aufstellung „unweiblicher Eigenschaften“ stammt aus einem spanischen Buch.
„Enfermedades y trastornos de la vida conyugal“
„Krankheiten und Störungen des ehelichen Lebens“ – so nennt sich das Buch, aus dem die Seite stammt. Der Autor ist Dr. Adrián Vander.

In diesem Buch findet man die fragliche Illustration …

… sowie Ratschläge für eine „gesunde Ehe“:

Von wann ist das Buch?
Man erkennt an den Illustrationen, dass das Buch nicht sehr aktuell ist. Allerdings wird es heute noch verlegt und verkauft.
Erstmals erschien es 1961 in Spanien. Neuauflagen gab es 1964 und 1975. Für 18 Euro kann man das Buch beispielsweise hier erwerben.
Worum geht es in dem Buch?
Konkret geht es – wie der Titel schon verrät – um „Krankheiten und Störungen“, die das Eheleben beeinflussen. Der Autor, Dr. Adrián Vander, beschreibt diverse Merkmale von Männern und Frauen, die angeblich unweiblich oder unmännlich sind. (Vander geht noch einen Schritt weiter und bezeichnet diese Eigenschaften als „Krankheiten“, die jedoch zum großen Teil heilbar seien.)
Beispielsweise sei es schon mal ganz schlecht, als Frau kleine Brüste, eine breite Stirn, dicke Augenbrauen und/oder einen deutlich sichtbaren Adamsapfel zu haben. Wenn frau dann auch noch die Hausarbeit nicht mag oder nicht auf den Mann hören will, stünde es ganz schlecht ums Eheglück!
Nicht nur die Frau steht im Fokus, auch der Mann kommt auf den Prüfstand:
Weicher Gang, sanfte Stimme, Eitelkeit und eine Vorliebe für Hausarbeit? Das ist doch kein Heiratsmaterial!

Fazit
Die Illustration ist echt und wurde nur (korrekt) ins Deutsche übersetzt. Diese und viele mehr stammen aus einem Buch, das 1961 erstmals in spanischen Barcelona erschien und – nur leicht aktualisiert – heute noch im Handel ist.
Hach ja, die gute, alte Zeit … *duckt sich und rennt*
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

