Rund 80.000 Euro hat ein Telefonbetrüger in den vergangenen drei Wochen von einer älteren Frau in Herrenberg ergaunert.
Er hatte sich Mitte Juni bei ihr als Kriminalbeamter gemeldet und ihr erklärt, dass bei festgenommenen Einbrechern Aufzeichnungen mit ihren persönlichen Daten aufgetaucht waren. Sie wurde daraufhin angewiesen, ihr Erspartes von der Bank zu holen und dabei darauf zu achten, dass dies mit mehreren Abhebungen erfolgt, um keinen Verdacht zu erwecken.
Die gutgläubige Frau hob in den folgenden Tagen bei verschiedenen Banken unterschiedlich große Bargeldbeträge ab und legte das Geld nach den Anweisungen des falschen Polizisten in den Abendstunden zur Abholung vor die Haustür.
Die Polizei gibt in diesem Zusammenhang folgende Verhaltenstipps:
- Lassen Sie sich bei Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten stets den Namen und die Dienststelle nennen. Notieren Sie sich die Nummer des Anrufers.
- Die Polizei meldet sich bei Ihnen niemals über die Notrufnummer „110“! Seien Sie misstrauisch, wenn derartige Phantasienummern im Display erscheinen.
- Beachten Sie auch, dass es den Tätern mittlerweile möglich ist, die echten Rufnummern von Polizeidienststellen im Telefondisplay anzeigen zu lassen!
- Sollten Sie daran zweifeln, von einem echten Polizeibeamten angerufen zu werden, rufen Sie bei der genannten Dienststelle zurück. Suchen Sie die Rufnummer hierfür jedoch stets selbst heraus.
- Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine vertraulichen Informationen weiter. Dies betrifft vor allem Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen oder den Aufbewahrungsort von Schmuck und Bargeld.
- Ziehen Sie gegebenenfalls eine Person Ihres Vertrauens hinzu.
- Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei.
Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg
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