Auf Facebook kursiert ein Video, welches eine ziemlich gewalttätige Festnahme in Berlin zeigt. Wir beleuchten hier, was geschehen ist und welche Folgen zu erwarten sind.
Jenes Video wird nun in zweierlei Richtungen geteilt: einerseits gegen einen vermeintlichen Migranten, gegen die die Polizei hart vorgehen muss, andererseits gegen Polizisten und Polizeigewalt. Es ist allerdings auch wichtig, den Kontext des Videos zu kennen, um die Situation beurteilen zu können.
Hier ein Screenshot aus dem Video:
In dem Video ist zu sehen, wie ein dunkelhäutiger Mann von einem Polizisten im Schwitzkasten gehalten wird. Mehrere Polizisten halten den Mann dann am Boden und schlagen mehrmals auf ihn ein, während Umstehende augenscheinlich Gegenstände werfen, andere Polizisten um die Festnahme herum sprühen sporadisch mit Pfefferspray und halten die Umstehenden zurück.
Was geschah vorher?
Lt. der Polizei wurde ein 22-jähriger Mann als mutmaßlicher Fahraddieb wiedererkannt. Nach Aufnahme der Personalien wollten die Polizisten eigentlich weiter fahren, als der Mann auf den Polizeiwagen zuging, dagegen trat und die hintere Tür aufriß. Darauf wurde versucht, den Mann festzunehmen. An dieser Stelle setzt dann auch das Video ein.
Die Polizei Berlin schildert den Vorfall auch auf Facebook:
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Was geschah noch?
In einer Pressemitteilung wird dazu noch Folgendes ergänzend berichtet:
„Bereits zu diesem Zeitpunkt versammelten sich mehrere Personen um das Geschehen herum. Kurz darauf wurden die Beamten aus der Gruppe heraus mit Steinen, Blumentöpfen, Aschenbechern und Glasflaschen beworfen. Erst als die herbeigerufenen Unterstützungskräfte eintrafen, beruhigte sich die Lage. Vier Männer, im Alter von 16 bis 36 Jahren, nahmen die Polizisten vorläufig fest und brachten sie zur erkennungsdienstlichen Behandlung in eine Gefangenensammelstelle. Insgesamt erlitten drei Beamte Verletzungen, die in Kliniken ambulant behandelt werden mussten.“
Die Folgen
Auch auf die Gewaltanwendung seitens der Polizei wird eingegangen:
„Auch wenn die Echtheit des Videos noch nicht bestätigt ist, haben wir ein Strafverfahren wegen des Verdachts einer Körperverletzung im Amt eingeleitet. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.“
Auf Twitter machte dann auch der Pressepsprecher der Polizei Berlin eine Aussage zu den Geschehnissen:
„Wir brauchen nicht lange darum herumreden, dass uns die Bilder nicht gefallen.“
Unser offizielles Statement zum gestrigen Einsatz am Kotti und allen sich darum rankenden Diskussionen stammt heute von unserem Pressesprecher @Djeron7 pic.twitter.com/920tfy6RXK
— GdP Berlin (@GdPHauptstadt) 28. September 2018
Fazit
Es gibt mittlerweile mehrere Videos zu der Festnahme, die Echtheit ist somit nicht anzuzweifeln. Inwiefern die Schläge gegen den Mann gerechtfertigt waren, muss nun ermittelt werden, aber auch dei Gewalt gegen die Polizisten von Außenstehenden wird ein Thema sein.
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