📖Wie erkennt man Phishing-Mails und gefälschte SMS? Antworten finden Sie im Leitfaden Phishing erkennen.
Screenshot der gefälschten E-Mail
„Sehr geehrte Damen und Herren,
bei einer aktuellen Überprüfung unserer Verwaltungsdaten hat sich gezeigt, dass einige Ihrer personenbezogenen Angaben möglicherweise nicht mehr aktuell sind. Damit wir Sie weiterhin korrekt erreichen und unsere Dienstleistungen ordnungsgemäß erbringen können, bitten wir Sie, Ihre Daten zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren.
Sie können Ihre Informationen sicher über unser Online-Serviceportal aktualisieren. Bitte klicken Sie auf die untenstehende Schaltfläche, um zur offiziellen Seite der finanz online zu gelangen. Nach dem Login (z. B. mit ID Austria) können Sie Ihre Daten einsehen und aktualisieren.
[Daten aktualisieren]
Hinweis: Diese E-Mail wurde automatisch vom offiziellen System der finanz online versendet.
Mit freundlichen Grüßen Ihre finanz online“
Wortlaut der gefälschten E-Mail
Kurzfazit
❌ Fake! Die Nachricht stammt nicht von FinanzOnline. Der enthaltene Link führt auf eine täuschend echt nachgebaute, aber betrügerische Website, auf der hochsensible Daten abgefragt werden. Offizielle Stellen versenden keine derartigen Aufforderungen zur Datenaktualisierung per E-Mail.
Warum es Fake ist
FinanzOnline verschickt laut BMF keine Mails mit der Aufforderung, persönliche Daten über einen Link zu aktualisieren.
Die unterschiedlichen Schreibweisen weisen auf Fälschung hin: finanz online / Finanz online
Die im Screenshot sichtbare Weiterleitung führt zu „bmf-informationsaktualisierung.icu“, einer völlig unbekannten und unseriösen Domain.
Die echte Adresse lautet immer finanzonline.bmf.gv.at.
Auf der echten Plattform werden persönliche Daten erst nach einem sicheren Login (z. B. ID Austria) erfasst.
Auf der gefälschten Seite fallen mehrere Unstimmigkeiten auf. Formularelemente sind verschoben, es werden ungewöhnliche oder unlogische Dateneingaben wie „Postleitzahl + Hausnummer“ verlangt, und einzelne Begriffe sind falsch geschrieben, etwa „Email-adresse“. Solche Fehler sind typische Hinweise auf eine betrügerische Kopie offizieller Webseiten.
Screenshot der gefälschten FinanzOnline-Seite
Handlungstipps
👉 Nicht auf den Link klicken und keine Daten eingeben. 👉 E-Mail sofort löschen. 👉 Im Zweifel immer selbst die offizielle Seite finanzonline.bmf.gv.at im Browser aufrufen, niemals Links aus Mails verwenden. 👉 Wenn bereits Daten eingegeben wurden: sofort Passwörter ändern, ID Austria sperren lassen und beim Finanzamt oder der Polizei Meldung erstatten.
Claudia Spiess ist Redakteurin und Designerin bei Mimikama,
Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Sie verbindet
journalistische Sorgfalt mit visueller Kommunikation und trägt
zur verständlichen Aufbereitung von Faktenchecks bei.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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