Eine E-Mail im Namen der Volksbank Wien AG trägt den Betreff „Legitimierung Ihres Sicherheitsberaters“. Darin stehen ein Beratername, die Abteilung „Sicherheit & Betrugsprävention“ und eine Referenznummer. Die Watchlist Internet dokumentierte die Nachricht am 9. Oktober 2026 als Betrugsversuch.
Anders als klassische Phishing-Mails fordert die Nachricht nicht sofort zur Eingabe von Zugangsdaten auf. Sie behauptet, die gerade anrufende Person sei ein autorisierter Mitarbeiter der Volksbank. Die Empfängerin soll Name und Referenznummer mit dem angeblichen Berater abgleichen.
Die Volksbank Österreich warnt seit dem 17. September 2026 vor betrügerischen Anrufen. Dabei geben sich Kriminelle als Bankmitarbeiter aus und behaupten etwa, verdächtige Transaktionen entdeckt zu haben oder ein Konto schützen zu müssen. Danach versuchen sie, sensible Informationen oder die Freigabe von Transaktionen zu erhalten.
Ob die von der Watchlist Internet dokumentierte E-Mail tatsächlich während eines laufenden Anrufs verschickt wurde und welche Forderungen danach folgten, ist öffentlich nicht dokumentiert.
Die Methode verbindet zwei scheinbar getrennte Bestätigungen: Anruf und E-Mail. Stimmen Name, Abteilung und Referenznummer überein, wirkt das glaubwürdig. Doch beide Kommunikationswege können von denselben Betrügern kontrolliert werden – eine passende Referenznummer beweist daher nicht die Identität des Anrufers.
Quellen
- Watchlist Internet: Volksbank Wien AG | Legitimierung Ihres Sicherheitsberaters, 9. Oktober 2026
- Volksbank Österreich: Aktuelle Sicherheitshinweise, 17. September 2026
- Volksbank Wien: Sicherheitswarnungen
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