Die Behauptung
Britische Polizisten hätten einer Frau in London verboten, mit ihrem Hund durch die Straße zu gehen, weil der Hund Muslime beleidige.
Faktencheck: Falsch
Falsch. Die Polizei von Greater Manchester hat den behaupteten religiösen Grund ausdrücklich dementiert. Das Video zeigt eine Auseinandersetzung bei Demonstrationen am 27. Juli 2025 in Altrincham bei Manchester, nicht in London. In dem untersuchten Gespräch ist von einem Hundeverbot keine Rede.
Die Polizei von Greater Manchester hat die Geschichte vom angeblichen Hundeverbot ausdrücklich zurückgewiesen. Gegenüber den Faktencheck-Redaktionen Newtral und VerificaRTVE erklärte sie schon 2025, die Behauptung sei falsch. Ein religiös begründetes Verbot, mit dem Hund durch die Straße zu gehen, gab es laut diesen Auskünften nicht.
Der verbreitete Clip entstand am 27. Juli 2025 vor dem Cresta Court Hotel in Altrincham bei Manchester. Das ehemalige Hotel diente damals als Unterkunft für Asylsuchende. Auf beiden Seiten der Straße demonstrierten Menschen für und gegen deren Unterbringung; die Polizei hielt die Gruppen auseinander. Britische Medien berichteten bereits damals über die Proteste.
Auf der Aufnahme sieht man eine Frau mit Hund, die mit Polizisten diskutiert. Sie beschwert sich darüber, dass andere Demonstrierende sie als „Nazi“ beschimpft hätten, und kritisiert, dass sie den Bereich verlassen soll. Dass ihr Hund Muslime beleidige, sagt im untersuchten Gespräch niemand. Auch von einem entsprechenden Hundeverbot ist darin nichts zu hören.
Die Aufnahme kursierte laut Newtral schon am 28. Juli 2025 auf TikTok. Spätere Beiträge versahen sie mit einer anderen Geschichte: Die Frau dürfe wegen muslimischer Religionsvorstellungen nicht mehr mit ihrem Hund spazieren gehen. Manche verlegten den Vorfall sogar nach London. Die Polizeiszene ist echt, doch der behauptete Anlass und der angebliche Aufnahmeort London sind falsch.
Quellen
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