Wann werden wohl Vox, Facebook und auch weitere Betroffene handeln?

Und schon wieder finden sich Werbeanzeigen auf Facebook, in denen mit der Show „Höhle der Löwen” irreführende Werbung betrieben wird. Werbeanzeigen auf Facebook kann man an dem Hinweis „Gesponsert” erkennen. Wir haben schon häufiger Werbung in Form von gesponserten Beiträgen gefunden, an dieser Stelle ist es jedoch Werbung, die am Seitenrand erscheint. Aber auch hier gilt natürlich:  Facebook verdient am Ende an diesen Fakenews mit!

Denn es handelt sich bei dieser Form der Darstellung um eine Fakenews! Diese Art der Fakenews nennt man „Fabricated Content” und sie stellt letztendlich eine Werbekampagne dar, die den Ruf der TV-Sendung, sowie auch ihrer Darsteller, ausnutzt und womöglich gar einen Reputationsschaden hinterlässt.

Screenshot mimikama.org
Screenshot mimikama.org

Egal ob mit diesem auf Facebook dargestellten Teaser oder in anderen sehr ähnlich gelagerten Fällen: Es handelt sich um kommerzielle Fakenews. Nach einem Klick auf den Teaser bei Facebook öffnet sich eine Webseite, die sich in Form einer Zeitungsmeldung präsentiert. Die angezeigte Webseite stellt einen pseudoredaktionellen Artikel dar, der lediglich die Leser dazu verleiten soll, die eingebauten Werbelinks anzuklicken.

Wir haben mittlerweile mehrfach diese Art der Teaser, welche über vermeintliche Szenen aus der Show „Höhle der Löwen” berichten, untersucht und festgestellt, dass hier alle Merkmale eine „fabricated content” Fake-News zutreffen. In dem hier untersuchten Fall zeigt es sich zudem, dass nicht nur die Löwen missbräuchlich genannt werden, sondern die fabricated Content Seite sich als „Zeit Online” ausgibt und eine Menge an weiteren Logos eingeblendet werden:

Screenshot mimikama.org
Screenshot mimikama.org

Spiegel, Yahoo, BILD, Focus und T-Online werden hier direkt mit in den Zusammenhang gerissen. Was wir hier jedoch vorfinden, ist eine klassische kommerzielle Faknews. Wir wiederholen daher nochmals:

  • Kommerzielle Fake-News enthalten einen pseudoredaktionell erstellten Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt hat und auch nicht haben muss. Ebenso muss der Inhalt auch in keinem Zusammenhang mit der Schlagzeile stehen.
  • Sie stellen sich in Form einer News / Nachrichtenwebseite dar, die jedoch letztlich keine ist.
  • Der Inhalt spricht ein Verlangen / eine Angst (in diesem Falle nur Verlangen) an.
  • Dem Verfasser ist der Inhalt egal, es geht darum, Werbung anzuzeigen, bzw. Werbelinks wirksam einzubauen

Hingeschaut:

Die Webseite selbst besitzt kein Impressum, keine Datenschutzangaben oder sonstige Herkunftsmerkmale. Es geht in dem Artikel auf der Webseite darum, ein Produkt so werbewirksam wie möglich in Szene zu setzen. In dem Text, aber auch daneben und darunter wir massiv ein Bitcoin-Trading Modell beworben. Dazu gehören am Ende auch eine hohe Anzahl vermeintlicher Nutzerkommentare, die darüber berichten, wie erfolgreich dieses Modell sei. Was hier aussieht wie ein hoher positiver Interaktionsgrad, ist nichts anderes als ein Bestandteil der Werbemasche.

Screenshot mimikama.org
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Folgt man den Produktlinks, die in dem pseudoredaktionellen Text auf der Webseite eingebaut sind, landet man in einem Affiliate Verkaufsprogramm. Am Ende steht dort eben eine dubiose Bitcoin-Trade Methode. Das bedeutet, wer auch immer den pseudoredaktionellen Artikel verfasst hat, dürfte ein Interesse daran haben, dass die Leserschaft sich bei diesem Modell anmelden. Dazu ist es wichtig, dass die Fake-Geschichte im Vorfeld so glaubwürdig wie möglich klingt, gleichzeitig aber auch ein hohes Viralitätspotential besitzt.


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2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)