„Mein Schatz, schieß den Giraffenbullen und hol dir sein riesiges Herz. Schönen Valentinstag. Ich liebe dich.“

Vielleicht waren das die Worte des Ehemanns von Merelize van der Merwe, als ihr zum Valentinstag ein lang ersehnter Wunsch – die Jagd auf einen Giraffenbullen – erfüllt wurde. Wir wissen es nicht.

Für Merelize sollte damit ein Traum wahr werden: Einen dunklen, alternden Giraffenbullen zu jagen und letztendlich zu töten. Ein Wunsch, den sie seit rund fünf Jahren hegt.

Ihre Begeisterung über die Jagd auf den Giraffenbullen zeigt sie ausführlich auf ihrem Facebook-Account. In einem Video, das als „sensibler Inhalt“ gekennzeichnet ist, sieht man, wie Van der Merwe dem Bullen erst einen Schuss in den Nacken verpasst, der ihn zu Boden bringt, um dann näher ranzugehen und aus nächster Nähe den tödlichen Schuss abzugeben.

Ins Video wurden noch Fotos geschnitten, die Van der Merwe zeigen, wie sie strahlend neben ihrer Trophäe, der toten Giraffe, posiert und das Riesenherz des Giraffenbullen in die Kamera präsentiert.
Musikalisch untermalt ist dieses Video mit dem Song „Scatterlings Of Africa“ – fröhlich klingender Musik im Afro-Pop-Stil.

Giraffenherz als Trophäe: Bahn frei für den Shitstorm

Auf ihrem Facebook-Profil finden sich zu ihren Beiträgen mehrere tausend Kommentare. Die Reaktionen zeigen absolutes Unverständnis, Empörung und auch Trauer über den sinnlosen Tod der Giraffe. Van der Merwe reagiert jedoch auf eine Art und Weise, welche die Wogen nicht mal ansatzweise glätten könnten. Denn sie macht sich über kritische Kommentare auch noch lustig.

Eine Petition, um Van der Merwe auf Facebook zu sperren, wurde ins Leben gerufen. Hier reagiert sie damit, dass sie den Aufruf teilt und meint, sie würde diese engstirnige Aktion ein wenig unterstützen.

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„Artensichernde Trophäenjagd“

Van der Merwe vertritt die Ansicht, dass die Trophäenjagd wie im Fall des alternden Giraffenbullen durchaus dazu beitragen würde, bedrohte Arten zu retten:

„Wenn die Jagd verboten ist, werden Tiere wertlos und verschwinden. Die Jagd hat dazu beigetragen, dass viele Arten vom Aussterben bedroht sind. Die einzigen Menschen, die diese Tiere schützen, sind Trophäenjäger.“

Die Frankfurter Rundschau zitiert Dr. Mark Jones (britische Tierschutzorganisation „Born Free Foundation“), der diese Meinung absolut nicht teilen kann:

„Die Trophäenjagd ist weder ein Instrument zum Schutz der Tiere, noch trägt sie in nennenswertem Umfang zur Finanzierung der örtlichen Gemeinden bei.“

Was ebenfalls zahlreich kritisiert wird, ist, dass sie die Trophäenjagd damit gleichstellt, aus Überlebensgründen auf die Jagd gehen zu müssen. Sie zitiert hierzu sogar aus der Bibel, um zu „beweisen“, dass die Jagd sogar im Heiligen Buch dem Menschen zugesprochen wird.
Kommentare wie „Dies ist eindeutig keine Überlebensjagd, wenn Sie jemanden dafür bezahlt haben“ interessieren sie jedoch nicht.

Tierschutz = Mafia

Sämtlichen Stimmen aus dem Tierschutz stellt sich Van der Merwe mit einer schnippischen, fast arroganten und respektlosen Meinung entgegen: „Ich nenne sie Mafia.“

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Quellen: Frankfurter Rundschau / Mirror


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