Kein Fake: Schüler brüten ein Hühnerei ohne Schale aus!

Das Video zeigt das Experiment japanischer Schüler, die es schafften, rein durch künstliche Befruchtung aus einem Hühnerei ein Küken zu züchten.

In einem Zeitraffer-Video sieht man, wie mittels künstlicher Befruchtung aus einem normalen Hühnerei aus dem Handel ein Küken schlüpft.

Dabei stammt die Aufnahme nicht einmal aus einem High Tech-Labor, sondern zeigt das Experiment japanischer Schüler, die es schafften, rein durch künstliche Befruchtung aus einem Hühnerei ein Küken zu züchten.

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Neu ist dieses Experiment nicht, 2017 erschien ebenfalls ein Video auf Youtube, welches Zeigt, wie ein Küken sehr ähnlich quasi im Glas gezüchtet wird. Leider ist das Video nicht mehr online, „Galileo“ fertigte aber glücklicherweise Screenshots an und zeigt den Vorgang ausführlich.

Wer es noch ausführlicher und wissenschaftlicher mag, um das Experiment vielleicht nachzumachen:
Der Lehrer Yutaka Tahara und der Arzt Katsuya Obara von der Takanedai Tierklink entwickelten diese Methode und verfassten 2014 auch ein ausführliches Papier darüber, welches den genauen Hergang und die Methodik beschreibt.

Man sollte sich dann aber auch auf Trauer vorbereiten: So ist ein Überleben der Küken keineswegs gesichert! Zwar überlebten 90% der Embryonen bis zum 17. Tag, doch selbst eine Belüftung mit reinem Sauerstoff ab Tag 17 ergab „nur“ eine Schlupffähigkeit von 57,1 Prozent.

Was nach reiner Spielerei aussieht, hat aber auch einen wissenschaftlichen Hintergrund:
Für die Erforschung bestimmter Gendefekte eignen sich Hühner besser als Labormäuse. Auf diese Weise könnten Hühner quasi im Glas mit Gendefekt herangezüchtet und noch im Embryonenstatus untersucht werden, um mögliche Behandlungsmethoden zu finden.
Auch eine Stammzellenforschung an Hühnerembryonen ist denkbar, welche zwar grundsätzlich in Deutschland verboten, bei Hühnern aber erlaubt ist, da sie bis kurz vor dem Schlüpfen kein Schmerzempfinden besitzen, so Professor Michael Lierz von der Universität Gießen.

Und auch für den Artenschutz sind die Experimente interessant:
So könnten, wenn die Methode irgendwann perfektioniert würde, durch die künstliche Befruchtung im Labor vom Aussterben bedrohte Vogelarten erhalten werden.

Was also in dem Video so einfach aussieht, bedarf doch einiges an Aufwand, ist aber dennoch sehr interessant anzuschauen.

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