In den letzten Jahren hatten sich immer wieder einzelne Privatunternehmen dazu entschlossen auf einen Verkauf von Feuerwerk zu verzichten.
Wir gehen auf Silvester zu und wie in jedem Jahr entbrennt die Frage, ob nun ein privates Feuerwerk zeitgemäß ist oder od es genügend Gründe gibt, eben keine privaten Feuerwerke mehr zu zünden.
In den letzten Jahren hatten sich aber immer wieder einzelne Privatunternehmen gegen den Verkauf von Feuerwerk ausgesprochen und auch in diesem Jahr verzichtet zum Beispiel der Supermarkt Edeka Meyer’s auf den Verkauf:
Stimmt das wenn ja fände ich es toll
Edeka-Märkte: Schluss mit Böllern – den Tieren und der Umwelt zuliebe
Team Fellnase hat es entschieden: Edeka-Märkte in Neumünster wollen dieses Jahr auf Böller-…
Der Faktencheck
Ja! Edeka Meyer’s verzichtet tatsächlich auf den Verkauf von Feuerwerk dieses Jahr:
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Bei der Edeka-Filiale Meyer’s in Neumünster aber auch bei Hauschildt in Rendsburg und Flintbek bleiben die Feuerwerk-Regale leer.
Nach eigenen Angaben wollen sie nicht noch mehr zur Verängstigung der Tiere beitragen und auch „zur enormen Feinstaubbelastung“ wolle man nicht mehr beitragen. Meyer’s sei zwar nicht grundsätzlich gegen Feuerwerk, aber für eine „öffentliche Lösung an tollen Plätzen bzw. Stadtteilen in geordneten Bahnen“.
Viele Kunden nehmen diese Entscheidung positiv auf, doch vereinzelt gibt es auch kritische Stimmen.
Aber nicht nur Edeka-Filialen verzichten auf den Verkauf von Feuerwerk: Die Baumarkkette Hornbach schließt sich ab Silvester 2020 ebenfalls an und bietet in diesem Jahr zum letzten Mal ihr Feuerwerks-Sortiment an. Laut t-online sei dies eine bewusste Entscheidung. Vor allem wegen des Tier- und Umweltschutzes.
Vermüllte Straßen und Grünanlagen, Haus- und Wohnungsbrände
Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe werden an Silvester bis zu 5.000 Tonnen Feinstaub freigesetzt – und das nur in wenigen Stunden. Es herrschen Feinstaubbelastungswerte von bis zu 1000 µg PM10/m³. Zudem werden jedes Jahr aufs Neue Straßen und Grünanlagen vermüllt. Auch kommt es zu zahlreichen Haus- und Wohnungsbränden.
Gegenstimmen
Es gibt aber auch entsprechend Gegenstimmen. Als Gegenpol steht hier natürlich der Verband der pyrotechnischen Industrie. Dieser nennt die Zahlen der Umwelthilfe „utopisch“ und nennt die Zahlen Schätzwerte (vergleiche).
Zum anderen geht aus einer Statistik des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. in Essen hervor, dass die punktuelle Feinstaubbelastung, wie sie aus Silvesterfeuerwerken hervorgeht, sich anders als dauerhafte Feinstaubbelastung auswirkt (siehe hier).
Auch bei der regionalen Tageszeitung „Allgemeine Teitung“ spricht man sich gegen die Deutsche Umwelthilfe aus und das Verbot aus. Hier sagt man: „Böllerverbote in Frankfurt und in Mainz, in Darmstadt und in Offenbach? Dreht die Deutsche Umwelthilfe jetzt völlig durch?“
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Am Ende verhält es sich auch hier wie in anderen Verbotsdiskussionen: Befürworter und Gegner führen ihre Argumente und Statistiken ins Feld. Der Konsument kann es jedoch richten: Kauft man Feuerwerk zu Silvester oder nicht?
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Artikelbild: Shutterstock / hasan kurt / smrm1977
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