Warum gibt es kein deutsches Fleisch in der Kantine des Deutschen Bundestags, jedoch Fleisch aus vielen anderen Ländern?
Das ist die primäre Frage in einem Video, welches am 06. Juli 2019 von einem norddeutschen Landwirt veröffentlicht wurde. Auslöser für dieses Video ist das Posting der FDP-Abgeordneten Carina Konrad auf Facebook, in dem man die Speisekarte der Kantine des Bundestags sieht. Diese Karte ist echt und es geht dort um die Speisenauswahl.
Fleisch aus Argentinien, Lachs aus Norwegen, Lamm aus Irland, Ente aus Frankreich und Pilze aus Polen. Und aus Deutschland bleiben die Kartoffeln als Beilage. So beschreibt der Landwirt sein Video und kritisiert, warum so wenig deutsches Fleisch verwendet wird.
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Dieses Video wurde bereits an verschiedenen Stellen erneut hochgeladen, in seiner ursprünglichen Form bereits knapp 800.000 Mal aufgerufen. Es geht um dieses Video:
https://www.facebook.com/249624698394150/videos/348718832708924/
Was ist dran?
Der Landwirt und die Abgeordnete, die übrigens stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für landwirtschaftliche Ernährung und selbst Landwirtin ist, sind sich einig: Das geht so nicht! Die Politikerin schreibt auf Facebook dazu unter anderem:
Wenn nicht einmal in den Restaurants des Deutschen Bundestages Wert darauf gelegt wird, Produkte von Erzeugern vor Ort zu beziehen, ist das ein echtes Armutszeugnis. Sowohl Ente als auch Pfifferlinge, Lamm, Lachs oder auch Rindfleisch sind in Deutschland in guter Qualität zu haben. Dennoch bezieht das Bedienrestaurant im Jakob-Kaiser-Haus sie aus dem europäischen Ausland – das Rind sogar aus Argentinien!
Doch wer ist verantwortlich für die Speisekarte?
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Bundestag nicht Betreiber
Auf dem Onlineangebot von NTV gibt es bereits weiterführende Informationen zu diesem Thema (hier). Dort liest man, dass dieses Restaurant von der Dussmann-Gruppe betrieben wird. Diese kommt auf NTV zu Wort:
20 Prozent der Produkte des Restaurants seien aus Deutschland, auf der Standardkarte gebe es „ausschließlich Kalb und Geflügel aus Deutschland“, betonte eine Unternehmenssprecherin.
Laut NTV Angaben war es ein Zufall, dass auf dieser Wochenkarte kein deutsches Fleisch aufgeführt war. Angeblich werde auch regelmäßig beispielsweise Wild aus Brandenburg oder Schweinefilet aus Thüringen angeboten.
Update:
Mittlerweile steht fest: Bei der Speisekarte aus dem Bundestag handelt es sich um die Karte des Abgeordneten-Restaurants, nicht aus der Kantine. Im Bundestag gibt es dieses gehobene Restaurant und drei weitere Kantinen. In zwei dieser Kantinen gibt es nach Aussage eines Mitarbeiters uns gegenüber deutsche Spezialitäten. Im Paul-Löbe-Haus gibt es täglich vier Essen zur Auswahl und im Jakob-Kaiser-Haus fünf. Darüber hinaus gibt es in diesen beiden Kantinen auch IMMER Currywurst Pommes.
Hier die Wochenkarte der Kantine im Jakob-Kaiser-Haus, der größten Kantine im Bundestag. Die Kantine im Paul-Löbe-Haus ist wegen parlamentarischer Sommerpause ein paar Wochen geschlossen:

Wir sind gespannt, ob es in der Zukunft weitere Fotos von kommenden Wochenkarten geben wird.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

