Ein riesiger Berg an Kirschen in einem Container – angeblich werden sie vernichtet, da diese Früchte nicht den EU-Standards entsprechen würden. Stimmt das?
Im Moment erreichen uns am laufenden Band Anfragen zu einem Foto, das einen Container voller Kirschen und Verpackungsmaterial zeigt. Angeblich würden hier Kirschen vernichtet, die nicht dem EU-Standard entsprechen. Auch die Spreewaldgurken soll dieses Schicksal ereilen:

Der Faktencheck
Wie die Kollegen vom dpa-Faktencheck berichten, gibt es keine speziellen EU-Standards für Kirschen und Gurken.
Das Foto lässt sich bis ins Jahr 2017 zu einer portugiesischen Webseite zurückverfolgen. Leider verliert sich hier die Spur auch schon wieder. Es ist nicht genau klar, aus welchem Grund die Kirschen im Container liegen und auch das tatsächliche Aufnahmedatum sowie der Ort bleiben verborgen.
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Nichtsdestotrotz gelten für Kirschen und Gurken seit Juli 2009 keine speziellen Vermarktungsnormen der Europäischen Komission mehr. Die EU hat die Zahl für spezielle Vermarktungsnormen nämlich von 36 auf 10 reduziert. Heute muss nur noch folgendes Obst und Gemüse spezielle qualitative Eigenschaften vorweisen:
- Äpfel
- Zitrusfrüchte
- Kiwis
- Salate, krause Endivie und Eskariol
- Pfirsiche und Nektarinen
- Birnen
- Erdbeeren
- Gemüsepaprika
- Tafeltrauben
- Tomaten
Ergebnis:
Es ist nicht klar, warum die Kirschen im Container gelandet sind. Zumindest Kirschen und Gurken unterliegen seit 2009 keinen speziellen Vermarktungsnormen mehr. Die Behauptung, dass die Kirschen nicht den EU-Standards entsprechen würden und deshalb im Container liegen, hinkt.
Auch wenn nicht ganz klar ist, ob diese Kirschen vernichtet wurden oder nicht, ist Lebensmittelverschwendung in der EU ein sehr aktuelles Thema.
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