Klein- und Mittelbetriebe sehen Cybercrime als größte Gefahr

Cybercrime bedroht zunehmend KMUs. Mimikama bietet wichtige Informationen zu Risiken und Strategien für Cyber-Sicherheit im Unternehmensalltag

Hälfte der von AppRiver analysierten Betriebe wären bei grober Datenpanne wohl am Ende

58 Prozent der Führungskräfte in US-amerikanischen KMUs machen sich mehr Sorgen wegen möglicher Verletzungen des Datenschutzes als wegen Fluten, Feuer oder physischen Einbrüchen. Das hat eine Umfrage für den ersten „Cyberthreat Index for Business“ des Cloud-Dienstleisters AppRiver ergeben.

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Denn Datenpannen sind eine existenzielle Bedrohung. Fast die Hälfte der befragten KMUs geht demnach davon aus, dass sie nach einem gröberen Vorfall am Ende wären.

Digitalisierungs-Risiko

„Im heutigen digitalen Zeitalter verlassen sich Unternehmen mehr als je zuvor auf ihr geistiges Eigentum und die Nutzung automatisierter Geschäftsprozesse. Damit kommt Cyber-Sicherheit in die erste Reihe“,

meint Dave Wagner, CEO der AppRiver-Mutter Zix Corporation. Das bestätigt die Umfrage unter 1.059 Cyber-Sicherheits-Entscheidungsträgern in US-KMUs bis 250 Mitarbeitern, davon 80 Prozent Führungskräfte wie CEOs, Eigentümer oder CTOs. Für mehr als die Hälfte ist demnach Cyber-Sicherheit die größte Sorge, bei größeren Betrieben (150 bis 250 Mitarbeiter) sind es sogar knapp zwei Drittel.

Das liegt am massiven Risiko, das Datenpannen heute darstellen. 48 Prozent der Betriebe schätzen, dass ein gröberer Vorfall zur dauerhaften Schließung führen würde – was das tatsächliche Risiko immer noch unterschätzen dürfte.

„Heute gehen sechs von zehn amerikanischen KMUs innerhalb von sechs Monaten nach einer erfolgreichen Cyber-Attacke ein“,

so Troy Gill, Senior Security Analyst bei AppRiver. Allerdings scheinen manche Branchen risikobewusster. Im Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbereich gehen 71 Prozent sogar KMUs davon aus, dass eine grobe Datenpanne fatal wäre, im Gesundheitsbereich immerhin noch 62 Prozent.

Zuversichtliches Gastgewerbe

Relativ große – wenngleich womöglich nicht gerechtfertigte – Cyber-Sicherheitszuversicht hat insbesondere das Hotel- und Gastgewerbe. Hier glauben nur 28 Prozent der KMUs, dass sie imminent durch Cyber-Angriffe bedroht sind; verbbreitet wird angenommen, dass die eigenen Technologien ausgereifter seien als jene von Cyber-Kriminellen.

Auch denkt nur die Hälfte der Betriebe, dass ein erfolgreicher Cyber-Angriff wirklich kurz- und langfristigen Geschäftsentgang bedeuten könnte. Von den Wellen, die eine massive Datenpanne beim Branchenriesen Marriott International Ende 2018 geschlagen hat, blieben die kleinen offenbar unbeeindruckt.

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