Korallensterben: Wissenschaftler beziehen Öffentlichkeit bei der Erforschung ein

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Zwischen 2014 und 2015 tötete eine ozeanische Hitzewelle zwischen 50 und 90 Prozent der Korallen rund um Hawaii. Die Wassertemperaturen waren im gesamten Pazifik um 7 Grad über den Durchschnitt gestiegen. Wissenschaftler wurden unvorbereitet von dem Phänomen überrascht. Durch steigende Wassertemperaturen verändern die Korallenriffe ihre Farbe. Algen, die für die bunte Färbung zuständig sind, verschwinden und hinterlassen die weißen Korallen.

Mit Hilfe von Satellitenbildern sind die Wissenschaftler heute in der Lage, die Temperaturen in den Korallenriffen genau abzubilden. Doch eins können sie aus den Bildern nicht ablesen: Den Fortschritt des Bleichungsprozesses bzw. des Korallensterbens.

In diesem Jahr trat eine neue Hitzewelle auf. Nicht so stark wie die von 2015, doch lang anhaltend und für die Korallen ebenso fatal. Um das Sterben zu dokumentieren, sind die Meereswissenschaftler zahlenmäßig zu wenig. Deshalb haben sie sich nun an die Öffentlichkeit gewandt. Mit Hilfe eines Online-Tools können Taucher und Schwimmer jetzt den Zustand der Korallen dokumentieren. Die Forscher vergleichen dann die Satellitendaten mit den Meldungen der Freiwilligen und hoffen so, eine Art Frühwarnsystem für kommendes Korallensterben zu erhalten. Gleichzeitig wollen sie resistente Korallenarten züchten, um so auf die Erwärmung des Meeres zu reagieren.


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