Wenn es ums Bier geht, verstehen viele Menschen kein Spaß. So wie auch nicht beim Auto. Oder der Fernbedienung. Doch hier geht es ums Bier, und das mitten im Sommer.

Genauer gesagt geht es um Krombacher. Der Vorwurf: Die Krombacher Brauerei arbeitet mit Nestlé zusammen. Nestlé und das Verhalten des Konzerns (speziell in Bezug auf Wasser) stehen immer wieder in der Kritik. Der dazu Aufruf: „Ab heute boykottiere ich Krombacher!“.

Dieser Vorwurf und auch der Boykottaufruf findet auf einem Sharepic statt. Dieses Sharepic ist nicht neu, es tauchte bereits 2018 auf. Es ist nur seit wenigen Wochen wieder erneut verteilt worden und es gibt dazu eine interessante Entwicklung.

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Aber zunächst das Sharepic. Dieses trägt folgenden Text:

Krombacher ist der neue Partner von Nestlé Waters!

Damit ist Krombacher für mich gestorben! Nestlé ruiniert ganze Landstriche, und ihr unterstützt das:

Ab heute boykottiere ich Krombacher!

Screenshot Mimikama.at
Screenshot Mimikama.at

Hier der Faktencheck.

These: Krombacher ist der neue Partner von Nestlé Waters!

Ja, das ist im Grunde richtig, wenn man in Betracht zieht, dass dieses Bild bereits im Juni 2018 veröffentlicht wurde (siehe hier und hier). Dieses Sharepic verbreitete sich sowohl auf Facebook, als auch auf Twitter und über WhatsApp.

Tatsächlich gab Krombacher bereits im November 2017 bekannt, dass Krombacher sich die Lizenzen für den Vertrieb der Marke Nestea in Deutschland und Österreich sicherte. Diese Lizenzpartnerschaft begann im Januar 2018, das schien jedoch bis Mitte 2018 keine größere Bekanntheit zu haben.

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Erst im Juni 2018 entstanden entsprechende Shitstorms gegenüber der Brauerei und das oben dargestellte Sharepic fand große Verbreitung. Diesem Shitstorm hat unter anderem der Stern einen Artikel gewidmet (siehe hier).

Was sich geändert hat

Mittlerweile hat sich da aber etwas geändert: Diese Lizenzartnerschaft zwischen Krombacher und Nestlé ist vorbei. Bereits am 5. April 2019 gab Krombacher bekannt, sich von Nestle wieder zu trennen. Damit dauerte diee Lizenzpartnerschaft eineinhalb Jahre an.

Als Gründe für das Ende der Partnerschaft werden schwache Absatzzahlen, aber auch eine schlechte Reputation im Raum (siehe hier).

Artikelbild: Shutterstock / Tobias Arhelger / testing


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