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Faktencheck: Mädchen wirft kleine Hunde in den Fluss!

Ralf Nowotny, 23. Juli 2019

Das Internet vergisst nie. So auch nicht das Video, in dem ein Mädchen zu sehen ist, das mehrere Hundewelpen in einen Fluss wirft.

Aktuell nutzt die Facebookseite „DailyPetition“ das Video, um Unterschriften für eine Petition bezüglich einer Reform des Tierschutzrechts in Bosnien zu sammeln.

Mimikama
Screenshot: mimikama.org

In dem Beitrag wird auch noch dazu aufgefordert, das Mädchen zu denunzieren. Allerdings widerspricht dies bereits den Angaben in der Petition, nach denen sie bereits identifiziert wurde und einige Hundert Dollar Strafe zahlen musste.

Das Video ist von 2010!

Erstmals bekamen wir das Video 2014 vorgelegt, doch auch damals war es schon nicht mehr aktuell:
Am 4. September 2010 berichtete die Seite „Vijesti“ von dem Vorfall. Dort wird auch berichtet, dass eine 75 Jährige Frau, die zufällig am Rand des Flusses stand, alle Welpen retten konnte.

Bildquelle: Vijesti
Bildquelle: Vijesti

Aufgrund der öffentlichen Anfeindungen durch die Verbreitung des Videos musste die Mutter ihre Tochter in ein neuropsychiatrisches Krankenhaus bringen.

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Das Mädchen entschuldigte sich öffentlich für die Tat

Bereits am 1. September 2010 berichtete „Cnet„, dass das Mädchen sich auf Youtube für die Tat entschuldigte:

„Ich möchte mich für mein Verhalten entschuldigen. Die Welpen gehören meiner Oma, und sie sagte mir, ich solle sie loswerden, weil sie nur 3 Tage alt und krank waren. Sie hatten Parasiten von ihrer Mutter. Ich wusste nicht genau, was ich tun sollte, also warf ich sie in den Fluss, weil es ein schneller Tod war. Ich wollte sie nicht leiden lassen. Das tut mir wirklich leid.“

Es konnte allerdings nicht verifizert werden, ob das Video der Entschuldigung echt gewesen sei oder jemand den damaligen Hype nutzte.

Fazit

Das Video ist echt, allerdings bereits 9 Jahre alt. Die Welpen konnten alle gerettet werden, ihr weiteres Schicksal ist nicht bekannt.
Es macht also vielleicht Sinn, eine Petition für ein besseres Tierschutzgesetz zu unterzeichnen, dafür allerdings mit einem alten Video einer damals Minderjährigen zu „werben“ und dazu auch noch aufzufordern, dass sie denunziert werden solle, ist alles andere als seriös!


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
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