Aktuell treiben wieder Betrüger ihr Unwesen, die sich ihren Opfern gegenüber als Polizeibeamte ausgeben.

Am letzten Montag (02.12.) erhielt ein älteres Ehepaar den Anruf eines „falschen Polizeibeamten“. Der männliche Täter mit ausländischem Akzent berichtete von der Festnahme zweier Einbrecher in der Nachbarschaft. Komplizen seien noch flüchtig. Um die ganze Bande festnehmen zu können, sei die Mithilfe des Ehepaars erforderlich.

Der Anrufer forderte die beiden Senioren auf, bei ihrer Bank einen fünfstelligen Betrag abzuholen, damit das Geld als Köder für die flüchtigen Täter ausgelegt werden könne. Die Bank sei in den Plan eingeweiht und würde falsche Banknoten zum Zweck der Übergabe aushändigen. Auch eine Verifizierung des Anrufs, durch das Wählen des bekannten Polizeinotrufs 110 wurde den Opfern angeboten. Tatsächlich erhielten die Senioren hierüber die Information, dass alles mit rechten Dingen zuginge. Doch offenbar war die Leitung zu den Betrügern zuvor gar nicht erst unterbrochen worden.

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Die Eheleute deponierten das abgeholte (aber selbstverständlich echte) Geld, nach Aufforderung durch den betrügerischen Anrufer, absprachegemäß an einem geparkten Auto am Gagelweg. Kurz darauf konnte eine Person beobachtet werden, die den Geldbetrag an sich nahm und dann verschwand.

Die Polizei sucht die „falschen Polizeibeamten“

Die Frau wird von Zeugen als etwa 175 Zentimeter groß, schmal gebaut und mit blonden Haare, zu einem Zopf gebunden, beschrieben. Sie trug eine Baseballkappe, einen grünen Parker mit Fellbesatz am Kragen und verwaschene blaue Jeans. Die Tatverdächtige und mutmaßliche Komplizin des vormaligen Anrufers entfernte sich mit ihrer Beute zügig in Richtung Grüner Weg.

Dem betrogenen Ehepaar kamen kurz darauf Zweifel und sie wendeten sich an die echte Polizei, so dass der Betrug aufflog. Die echten Polizeibeamten leiteten ein Strafverfahren ein. Neben anderen Spuren, hofft die ermittelnde Kripo auf weitere Zeugen, die Hinweise zu der beschriebenen Frau geben können. Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, unter der Telefonnummer 02131 300-0 mit dem Kriminalkommissariat 12 Kontakt aufzunehmen (siehe hier).

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Die Masche der falschen Polizeibeamten ist nicht neu, aber immer wieder gelingt es Tätern damit, an das Ersparte oder die Wertsachen von arglosen Menschen zu gelangen. Vermutlich scheitern die Betrüger in 90 Prozent der Fälle am Misstrauen der Angerufenen. Die übrigen 10 Prozent sind jedoch lukrativ genug, um das verwerfliche „Geschäft“ weiter zu betreiben. Schützen Sie sich und Ihren Verwandten- beziehungsweise Bekanntenkreis, indem sie über die perfide Masche der falschen Polizeibeamten informieren und sich austauschen. Sollten Sie vergleichbar dubiose Anrufe erreichen, verständigen sie die echte Polizei über die bekannte Telefonnummer 02131 300-0 oder im akuten Fall über den Notruf 110.

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Die Sache mit dem Enkeltrick wird auch derzeit häufig verwendet.


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