Im Kampf gegen so genannte „falsche Polizeibeamte“ ist der Düsseldorfer Polizei ein bedeutender Fahndungs- und Ermittlungserfolg gelungen:!

Bereits am Montag (8. Juli 2019) haben Kriminalbeamte nach einer Tat in Urdenbach einen 19- sowie einen 18-jährigen Tatverdächtigen auf frischer Tat festnehmen können.

Trickbetrüger hatten sich am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben und so eine 86-Jährige durch aggressive Ansprache und erhebliches „Unter-Druck-Setzen“ bereits dazu gebracht, Bargeld in Höhe von 2.000 Euro an die Ganoven auszuhändigen. Als sie dann abermals anriefen und mehr Geld forderten, schaltete die Düsseldorferin die echte Polizei ein, welche ihr Haus bei der dann vereinbarten Geldübergabe umstellte. So konnten die Beamten zwei junge Männer, einen Abholer sowie einen Fahrer, festnehmen.

Im Zuge weiterer Ermittlungen konnte das in Düsseldorf zuständige Kriminalkommissariat dann herausfinden, dass das Duo für mindestens rund 80 weitere Versuche mit der Masche der „falschen Polizeibeamte“ verantwortlich war. Ob darunter auch Trickbetrugsversuche im Kreis Mettmann waren, ist aktuell noch Gegenstand der Ermittlungen.

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Der Ermittlungserfolg der Düsseldorfer Kollegen zeigt, dass die polizeilichen Bemühungen im Kampf gegen „falsche Polizeibeamte“ Früchte tragen – auch im Kreis Mettmann, wo die Kreispolizeibehörde seit Mitte März in groß angelegten Aktionswochen vor den Maschen der Trickbetrüger warnt.

So registrierte die Polizei im Kreis Mettmann seit Beginn der Aktionswochen einen deutlichen Rückgang der Versuchszahlen. Außerdem gab es seit Mitte März erst zwei vollendete Taten im Kreis. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 registrierte die Polizei 20 erfolgreiche Betrugsversuche – mit einer Beutesumme von rund 1,1 Millionen Euro.

Bei ihren Anrufen wenden die „falschen Polizeibeamten“ oftmals den gleichen Trick an: Sie rufen – vornehmlich bei Seniorinnen und Senioren – zu Hause an und erzählen, sie seien von der Kriminalpolizei. In der Nachbarschaft habe man Einbrecher festgenommen, bei denen man einen Zettel mit der Anschrift des Angerufenen gefunden habe. Da noch weitere Komplizen auf freiem Fuß vermutet werden, biete die Polizei nun an, die Wertgegenstände der Angerufenen in sichere Verwahrung zu nehmen, bis die Gefahr vorüber sei – denn es sei nicht ausgeschlossen, dass in naher Zukunft auch bei den Angerufenen eingebrochen werden könnte.

Verhaltenstipps

  • Seien Sie stets misstrauisch bei Anrufen, die ihre finanzielle und/oder persönliche Situation betreffen.
  • Geben Sie keine Auskunft hierüber und beenden Sie umgehend das Gespräch.
  • Echte Polizeibeamte werden Sie niemals zu einer Geldübergabe auffordern!
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Rufen sie im Zweifelsfall selbst bei ihrer Polizeidienststelle an und lassen sie sich von dort den Einsatz bestätigen.
  • Wählen Sie in dringenden Fällen den Notruf 110!
  • Lassen Sie sich bei Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten stets den Namen und die Dienststelle nennen. Notieren Sie sich die Nummer des Anrufers.
  • Die Polizei meldet sich bei Ihnen niemals über die Notrufnummer „110“! Seien Sie misstrauisch, wenn derartige Phantasienummern im Display erscheinen.
  • Beachten Sie auch, dass es den Tätern mittlerweile möglich ist, die echten Rufnummern von Polizeidienststellen im Telefondisplay anzeigen zu lassen!
  • Sollten Sie daran zweifeln, von einem echten Polizeibeamten angerufen zu werden, rufen Sie bei der genannten Dienststelle zurück. Suchen Sie die Rufnummer hierfür jedoch stets selbst heraus.
  • Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine vertraulichen Informationen weiter. Dies betrifft vor allem Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen oder den Aufbewahrungsort von Schmuck und Bargeld.
  • Ziehen Sie gegebenenfalls eine Person Ihres Vertrauens hinzu.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei.
Quelle: Polizei Düsseldorf


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