Immer wieder kommt es zu dreisten Betrugsfällen am Telefon.
Die Polizei Koblenz möchte verhindern, dass die Täter ihr Ziel erreichen. „Frau Meier? Mein Name ist Hauptkommissar Schmitz von der Kripo Koblenz. In Ihrer Nachbarschaft sind Einbrecher festgenommen worden und wir haben eine Liste gefunden, auf denen auch Ihr Name steht. Ihre Wertsachen sind zu Hause nicht mehr sicher!“ – so oder in leicht abgewandelter Masche versuchen Betrüger mit geschickter Gesprächsführung seit Jahren, an die Ersparnisse von vornehmlich älteren Menschen zu gelangen. Leider waren diese Trickbetrüger auch einige Male erfolgreich.
Seit Februar 2018 beschäftigt sich eine Ermittlungsgruppe der Kriminaldirektion Koblenz mit solchen Verfahren. Allein 2018 registrierte die Ermittlungsgruppe rund 2.300 Strafanzeigen im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz. In 9 Fällen waren die Betrüger 2018 erfolgreich. Sie erbeuteten Geld und Wertsachen im Gesamtwert von etwa 239.000 Euro. Bereits im 1. Halbjahr 2019 wurden dem Polizeipräsidium Koblenz etwa 810 Anrufe (Vergleich 1. Halbjahr 2018: 1.030) gemeldet. Darunter waren 6 Fälle, in denen die Betrüger Beute machten. Der Gesamtschaden beträgt hier rund 107.000 Euro.
„Jeder Fall ist einer zu viel. Daher starten wir mit dem heutigen Tag die Kampagne „Mit mir nicht“.
Wir wollen so viele Menschen wie möglich erreichen und über die Vorgehensweise der Betrüger informieren. Primär richten wir unsere Aktion auf die vornehmliche Zielgruppe der Täter aus – die älteren Menschen in unserer Region. Aber auch Angehörige und Bankmitarbeiter sollen ausdrücklich angesprochen werden. Mit unserer Plakataktion und dem Videoclip wollen wir einen möglichst großen Personenkreis für dieses Thema sensibilisieren“, so Polizeivizepräsident Jürgen Süs.
Die Plakate

Für die am 9. August beginnende Kampagne hat das Polizeipräsidium Koblenz 6.000 Plakate mit unterschiedlichen Protagonisten und deren Aussagen gedruckt und an die Kommunen im Präsidialbereich verteilt. Mit Kampagnenstart werden die Plakate an öffentlichen Gebäuden ausgehängt.
„Auch die ehrenamtlich tätigen Sicherheitsberater für Senioren, die durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Prävention des PP Koblenz ausgebildet wurden, werden in diese Präventionsmaßnahme mit einbezogen. Sie verteilen die Plakate an wirkungsvollen Stellen, weisen in ihren Vorträgen auf die Tricks der Betrüger hin und geben Tipps, wie man sich davor schützen kann. Diesen engagierten Bürgerinnen und Bürgern danke ich sehr herzlich für die Unterstützung. Unterstützen auch Sie uns. Veröffentlichen auch Sie unsere Plakate. „Gemeinsam sind wir stark – Gemeinsam gegen Falsche Polizeibeamte“, so der Polizeivizepräsident zum Abschluss der Pressekonferenz.
Nützliche Präventionstipps sowie den Videoclip finden Sie auch auf unserer Homepage!
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