Immer wieder geraten Discounter und Märkte in den Blickpunkt, diesmal ist es die Müller – Markt Kette, speziell eine Ravensburger Filiale.
Dort soll der Filialleiter, nach einem Bericht in der Schwäbischen Zeitung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Tragen von Religionssymbolen während der Dienstzeit untersagt haben.
Für und wider
Nach einem Bericht in der Schwäbischen Zeitung, soll der Filialleiter einer Ravensburger Müller Markt Filiale seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das Tragen von Ketten mit Kreuzen verboten haben.
Manch einer fühlt sich beim Anblick eines Pentagramms durchaus unwohl, soll es doch, verkehrt herum getragen, ein Symbol des Teufels sein. Eine junge Frau mit Kopftuch ist für viele noch ein ungewohnter Anblick, ebenso ein Mann mit Kippa. Diesem Unwohlsein kann man mit einer Kleiderordnung entgegen wirken. Verbiete ich Glaubenssymbole und mache so mein Geschäft, meinen Bereich zu einer neutralen Zone, kann es nicht zu Unstimmigkeiten kommen. Allerdings nur bedingt, wie die Kommentare über Kultur und Kreuz beweisen. Wenn ich aber religionsneutral sein will, gilt es für alle Religionen gleichermaßen und ich kann nicht eine explizit ausnehmen.
Man findet sicherlich viele gute Argumente für eine entsprechende Kleiderordnung, die das Tragen religiöser Symbole während der Dienstzeit untersagt, ebenso aber auch einige die für gegen eine solche Kleiderordnung sprechen.
Beispielsweise in der Oberschwabenklinik gilt lediglich, dass Halsketten unter der Dienstkleidung zu tragen sind, aber nicht, um die eventuell getragenen religiösen Symbole zu verstecken, sondern verständlicher Weise aus hygienischen Gründen, von dieser Vorschrift sind aber auch Krawatten betroffen.
„Wenn eine Mitarbeiterin aus religiösen Gründen ein Kopftuch tragen will, dann darf sie das auch“, sagt Klaus Kalmbach von der Pressestelle der Oberschwabenklinik. „Bei Patienten mit Migrationshintergrund ist es ein Riesenvorteil, wenn jemand ihre Sprache spricht oder sogar aus dem gleichen Kulturkreis kommt.“, so Kalmbach weiter.
Dementi
Nach einem Bericht des SWR hat die Drogeriemarktkette mittlerweile dementiert, dass es die oben genannte Kleiderordnung in der Müllerfiliale in Ravensburg gegeben habe. Richtig sei vielmehr, dass man stets eine religiöse Neutralität lebe und entsprechende Regeln entwickelt habe. Die aber seinen in Ravensburg vermutlich falsch interpretiert worden. Deutlicher werden die Filialleiter aus Ravensburg selber, gegenüber dem SWR bezeichnen sie den Bericht aus der Schwäbischen Zeitung als Quatsch, nachdem Mitarbeiter keine Kettchen mit Kreuz tragen dürften.
Ob es jetzt in der betreffenden Müllerfiliale ein Verbot gab, können wir weder bestätigen noch dementieren, das entscheidet ganz allein der Filialleiter. Eine direkte Auskunft von der Filiale haben wir nicht bekommen. Allerdings ist ein allgemeines Müller – Schlachten fehl am Platze, denn es gibt keine Vorschrift dieser Art, die für alle Filialen gilt.
Quellen:
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