Da steht er, der magentafarbende Kleinbus der NEOS (Anmerkung: NEOS ist eine Partei in Österreich). Die Front ist kaputt, vermutlich durch einen Unfall. Doch ist dieses Bild echt?
Faktencheck zu einem Foto mit dem Kleinbus der NEOS: Sollte man sich die letzten Wochen nicht in einem unterirdischen Bunker, mit Abbruch von jeglichem Kontakt zur Außenwelt, sowie durch Kappung aller Telefon-, Fernseh- und Internetleitungen, verschanzt haben, so kann man sich der alle paar Jahre (in Österreich in den letzten Jahren leider unregelmäßiger als in der Verfassung vorgesehenen) durchgeführte zweifelhafte Volksbespassung kaum entziehen.
Kurz gesagt: Es ist Wahlkampf zur Nationalratswahl am 29.September 2019. Wie jeder Wahlkampf zuvor, spart auch dieser nicht mit diversen Verbreitungen von Falschmeldungen oder Witzen auf Kosten des politischen Gegners. Zu diesem Zwecke geistert seit Tagen ein Foto durch diverse soziale Medien, auf dem das Wahlkampfauto der Partei „Neos“ mit einem frontalen Totalschaden zu sehen ist.
Dem geschulten Auge eines Lesers des Internetdetektei-Magazins „Mimikama“ düfte jedoch kaum entgangen sein: Dieses Foto ist derart schlampert (Anm: Österreichisch für schlecht gemacht) bearbeitet, dass wohl kaum jemand darauf hereinfallen dürfte.
Die Partei Neos postete bereits vor Monaten als Reaktion ein Foto des unversehrten Pkws. Dieses findet sich bis heute noch auf Twitter:
Nicht alles was im Internet steht, stimmt auch!
Unserem Bus gehts gut! pic.twitter.com/hEzVTRJxmp— Das Neue Österreich (@neos_eu) April 10, 2019
Das könnte ebenso interessant sein:
Fake-News zur Nationalratswahl 2019
Kostenlos · der tägliche Mimikama-Newsletter
Fakten statt Aufregung. Direkt in dein Postfach.
Die wichtigsten Faktenchecks und Meldungen des Vortags – jeden Morgen kostenlos und unabhängig vom Social-Media-Algorithmus.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)
