Netflix und Co: Werbung schlägt Gebühren

Werbung statt Gebühren: Viele Deutsche bevorzugen kostenloses Streaming. Mimikama beleuchtet die Umfrageergebnisse und die Trends im VOD-Markt

Video-On-Demand-Angebote zunehmend beliebter, aber monatliche Zahlungen unerwünscht

 

Bei diesem Inhalt handelt es sich um eine Pressemitteilung von: pressetext.redaktion

Video-On-Demand-Angebote (VOD) wie Netflix werden bei Deutschen zunehmend beliebter. Jedoch sind viele nicht bereit, die monatliche Gebühr zu bezahlen.

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Ein großer Teil der Seher würde lieber Werbungen in Kauf nehmen, um gratis streamen zu können. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research hervor.

„Uns hat überrascht, dass so viele Leute bereit sind, Werbung zu sehen. Für monatliche Gebühren ist vor allem der Inhalt ausschlaggebend. Die Qualität muss hier die Gebühren rechtfertigen. Deswegen hätte ein Service, der eine ähnliche Qualität wie beispielsweise Netflix bietet und sich nur über Werbung finanziert, großes Potenzial“,

meint Patrick Teubenbacher, Studienleiter von Splendid Research, gegenüber pressetext.

Zehn Euro pro Monat zu viel

Für die Umfrage wurden 1.221 Deutsche im Alter zwischen 15 und 69 Jahren zu ihrer VOD-Nutzung befragt. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) zieht VOD dem klassischem Fernsehen vor. Grund ist für 80 Prozent der Nutzer die zeitliche und inhaltliche Flexibilität.

Jedoch ist der Preis von zehn Euro im Monat für 52 Prozent der Probanden zu hoch. Drei Viertel wären bereit, Werbung in Kauf zu nehmen, um ein „Gratis-Netflix“ zu nutzen.

Der am häufigsten genutzte VOD-Dienst ist YouTube (49 Prozent). Auch hier haben die meisten Seher kein Problem mit Werbeunterbrechungen, nur zwölf Prozent der Befragten würden eine Gebühr zahlen, um Werbungen zu vermeiden. Ein monatlicher Preis von zehn Euro wäre den Zahlungswilligen auch zu viel, 60 Prozent davon würden im Monat sechs Euro investieren.

Tor zum Massenmarkt aufstoßen

Laut der Umfrage sind die bekanntesten VOD-Anbieter Netflix (94 Prozent), Amazon Prime (93 Prozent), Sky (86 Prozent) und YouTube (85 Prozent). Unter den Portalkennern erreichen Gratis-Dienste wie YouTube (71 Prozent) oder die Mediatheken des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (67 Prozent) die höchsten Nutzungsquoten.

Über Grundgebühren finanzierte Angebote wie Maxdome (22 Prozent) und DAZN (20 Prozent) oder Plattformen mit Einzeltransaktionen wie iTunes (18 Prozent) oder Google Play Video (12 Prozent) fallen dagegen deutlich ab.

„Diese Erkenntnisse lassen auf ein bisher ungehobenes Potenzial werbefinanzierter VOD-Plattformen schließen. Mit diesen Modellen könnte das Tor zum Massenmarkt endgültig aufgestoßen werden“,

sagt Teubenbacher. Es wäre ihm zufolge spannend, zu beobachten, wie sich ein werbefinanzierter Anbieter mit hochwertigem Inhalt auf dem Markt behaupten würde. Dabei müsse man allerdings bedenken, dass Netflix bei seinen Eigenproduktionen mit hohen Budgets arbeitet.

„Es könnte schwer sein, bei einer Finanzierung durch Werbung hier mitzuhalten“,

so Teubenbacher.

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