Polizei warnt: Wenn Sie Pakete für Nachbarn annehmen, kann es teuer werden

Achten Sie auf Paketannahmen für Unbekannte! Betrüger nutzen Ihre Hilfsbereitschaft aus. Informieren Sie sich über diese Masche auf Mimikama

📖Wie erkennen ältere Menschen typische Betrugsmaschen? Antworten finden Sie im Leitfaden Betrug erkennen und Schutz.

Grund für die Warnung ist eine Masche von Betrügern, die auf die Hilfsbereitschaft der Bürger setzen. Helfen Sie Ihrem Nachbarn, aber nicht dem Betrüger.

Die folgende Situation ist fast jedem bekannt – es klingelt und ein Paketzusteller fragt Sie, ob Sie für einen Hausbewohner ein Paket annehmen würden. Wenn Ihnen die Person persönlich bekannt ist, wird sich der Nachbar über Ihre Hilfsbereitschaft freuen und Ihnen dankbar sein.

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Bestellbetrüger aber nutzen Ihre Freundlichkeit rücksichtslos aus. Die Straftäter vertrauen darauf, dass Sie auch Pakete für Empfänger annehmen, die Sie persönlich nicht kennen und diese später einem „Abholer“ (zumeist ein junger Mann), der eine Zustellbenachrichtigung vorlegt, übergeben.

Der unbekannte „Abholer“ ist ein Betrüger. Er benutzt neben einem falschen Namen auch Begründungen wie „man sei gerade neu eingezogen“, „man betreue während Urlaubsabwesenheit oder Krankenhausaufenthalt die Wohnung“ oder „man sei vom Empfänger beauftragt, das Paket abzuholen“. Sie dienen einzig dem Zweck, Ihre Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Aushändigung zu zerstreuen.

Für etwaige zivilrechtliche Ansprüche des Warenversenders sind Sie zudem der letzte namentlich bekannte und nachvollziehbare Empfänger des Pakets.

Aus diesem Grund: Vorsicht bei der Annahme von Paketen für Personen, die Sie nicht kennen!

In den letzten Jahren ist es zu einem kontinuierlichen Anstieg des Bestellbetruges gekommen. Die Straftäter bestellen unter fremden Namen und geben eine Lieferanschrift an, unter der sie nicht wohnhaft sind. Dazu präparieren sie Briefkästen mit dem jeweiligen Bestellnamen und „fischen“ die Zustellkarte heraus.

Bleiben Sie bei aller Nachbarschaftshilfe und Freundlichkeit misstrauisch, achten Sie auf zusätzlich angebrachte Namen an Hausbriefkästen oder leeren Wohnungen und informieren Sie bei Auffälligkeiten die Polizei oder Ihre/n Hausverwaltung/ Hauswart.

Um es Betrügern schwerer zu machen, mit dieser Masche durchzukommen, rät die Polizei deshalb:

  • Achten Sie auf Auffälligkeiten an Briefkästen, zum Beispiel häufig wechselnde Namen oder ein neu angebrachter Briefkasten.
  • Nehmen Sie nur Pakete von Personen an, die Sie kennen.
  • Übergeben Sie angenommene Pakete nur an Personen, die Sie kennen.
  • Hilfsbereitsschaft ist in Ordnung, aber seien Sie auch misstrauisch.
Quelle: Polizei Berlin
Artikelbild / Video: Glomex

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