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Phishing Mail Amazon: „auf Grund neuer Updates …“

Kathrin Helmreich, 14. Januar 2019
Phishing Mail Amazon: "auf Grund neuer Updates ... "
Phishing Mail Amazon: "auf Grund neuer Updates ... "

Betrüger werden immer dreister, wenn es darum geht Zugangsdaten oder Geld zu erbeuten! Bei dieser Amazon E-Mail sollte man vorsichtig sein!

Hinweis: Diese E-Mail kommt nicht von Amazon. Der Name des Unternehmens wird missbräuchlich verwendet! Hinter der E-Mail stecken Betrüger, die versuchen, an Amazon Zugangsdaten zu gelangen.

Durch einen fadenscheinigen, vorgeschobenen Grund soll der Empfänger dazu verführt werden, zu seiner eigenen Sicherheit das Konto bei Amazon auf den neuesten Stand bringen:

Screenshot by mimikama.org
Screenshot by mimikama.org

Guten Tag,

auf Grund neuer Updates, können vereinzelt sicherheitsrelevante Probleme in Verbindung mit Kundendaten auftreten.

Aus diesem Grund bitten Wir sie Ihr Konto auf den neuesten Stand zu bringen.
Zur Überprüfung der Sicherheit gelangen Sie schnell und einfach über den unten folgenden Button.

Wenn Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, sind wir gezwungen nach einer Frist von 48 Stunden

vorsorglich Ihren Zugang zu deaktivieren. Eine Entsperrung erfolgt mit einem Service-Mitarbeiter gegen eine Gebühr von 25,00 Euro innerhalb von 3 Werktagen bearbeitet.

Weiter

Alles eine Lüge…

Folgt man dem Weiter-Button, gelangt man auf diese Seite:

Screenshot by mimikama.org
Screenshot by mimikama.org

Es sieht zwar echt aus, doch es handelt sich hier NICHT um den offiziellen Login bei Amazon. Gibt man hier seine Daten ein, landen diese nämlich sofort in den Händen der Betrüger.

Tipp: Man sollte in keinem Fall seine Daten über einen externen Link teilen. Am besten, man besucht manuell im eigenen Browser die Seite und loggt sich über die Originalseite ein!

Wie kann ich mich schützen?

Tappt man in eine solche Phishing-Falle, helfen folgende Maßnahmen:

Grundsätzlich kann eine Sicherheitssoftware präventiv helfen!

Bei aller Vorsicht kann man natürlich trotzdem zum Opfer einer Phishing-Attacke werden und seine persönlichen Daten ungewollt Dritten preisgeben.

Wichtig ist dann: Nicht in Panik geraten, aber unverzüglich handeln!

Damit Du im Ernstfall weißt, wie Du vorgehen kannst, folgt hier unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Nimm unverzüglich Kontakt mit dem Unternehmen auf, für das deine persönlichen Benutzer- oder Login-Daten geklaut wurden. Bitte telefonisch beim Kundendienst um Sperrung Deines Accounts. Speziell bei Banken ist für solche Fälle rund um die Uhr eine Sperr-Hotline erreichbar. Schildere Deinen Fall, und umgehend wird Dein Account bzw. Benutzerbereich mit den alten Login-Daten nicht mehr erreichbar sein.
  2. Melde Dich beim Benutzerkonto an und prüfe, ob Du Dich noch einloggen kannst. Wenn ja, gehe unverzüglich zu dem Bereich, in dem Du Deine aktuellen Login-Daten ändern kannst. Lege ein neues Passwort fest und ändere, wenn möglich, auch den Benutzernamen und die hinterlegte Kontaktadresse.
  3. Kontrolliere sofort, ob bereits Kontoänderungen oder Transaktionen vorgenommen wurden, denn meist sind Kriminelle sehr schnell. Überprüfe, ob beispielsweise Waren gekauft oder Abbuchungen vorgenommen wurden, für die Du selbst nicht verantwortlich bist. Sollte das der Fall sein, informiere sofort den Kundenservice des jeweiligen Anbieters.
  4. Dokumentiere alle Auffälligkeiten. Fertige Screenshots an, drucke Kontoauszüge und die Phishing-Mail aus, bzw. leite die E-Mail an das Unternehmen weiter, in dessen Namen die Internetkriminellen die Phishing-Mail versendet haben.
  5. Kontaktiere einen auf Internetbetrug spezialisierten Rechtsanwalt, schildere ihm Deinen Fall, und reiche alle Dokumente ein, die mit dem Betrug in Zusammenhang stehen. Du solltest den Anwalt auch dann kontaktieren, wenn du bis dato noch keinen Schaden verzeichnen konntest.
  6. Eine 2 Faktor Authentifizierung (sofern angeboten) verhindert Zugriffe auch dann, wenn Betrüger durch Phishing an die Zugangsdaten gelangt sind.

Übrigens gibt es auch beim Phishing Hoffnung, dass gestohlene Beträge (beispielsweise beim Onlinebanking) von den Banken ersetzt werden. Grundlage dafür bildet das Bürgerliche Gesetzbuch. Nach § 675u BGB sind Zahlungsdienstleister verpflichtet, bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen die entwendeten Zahlungsbeträge zu ersetzen. Allerdings gilt dies nur, wenn der Betroffene seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Weitere Informationen zur Rechtsgrundlage im Schadensfall findest Du hier.


Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.

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