Durch die derzeit anhaltende Protest- und Gewaltwelle in den USA tauchen immer mehr Videos mit Polizeibrutalität im Internet auf, die aber nicht immer aktuell sind.

Bereit am 3. Mai wurde jenes Video auf Facebook gepostet, findet aber durch die aktuellen Ereignisse in den USA große Verbreitung: Ein Polizist schubst eine Frau, die ein Kleinkind auf dem Arm hält, mit Wucht zu Boden:

Da das 10-sekündige Video sehr verstörend ist, haben wir es an dieser Stelle verlinkt und zeigen hier nur Screenshots:

Polizist schubst Frau und Kleinkind zu Boden
Polizist schubst Frau und Kleinkind zu Boden

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China, 2017

Das im Original über 20 Sekunden lange Video aus Shanghai zeigt, wie die Frau mit dem Kind auf dem Arm mit dem Polizisten diskutiert und sich mit dem Kind gegen ihn drängt, bis er sie schubst und am Boden fixiert.

Das Video löste in China eine große Debatte aus, in welchem Maße Gesetzeshüter sich zur Wehr setzen dürfen und müssen, denn obwohl China ein autoritärer Staat ist, legen sich auch dort die Menschen energisch mit Polizisten an, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen – in dem Fall ging es nur um ein falsch geparktes Fahrzeug.

So sind dann auch in China die Meinungen geteilt: Verurteilen die meisten Menschen das brutale Vorgehen des Polizisten, argumentieren andere, dass die Frau unverantwortlich das Kind zwischen sich und dem Polizisten halte und den Polizisten durch ihr Drängeln zu der Tat provozierte.

Das Kind erlitt glücklicherweise nur leichte Verletzungen. Die Polizei teilte zudem mit, dass der Polizist suspendiert und eine „ernsthafte Verwarnung“ bekommen habe, was in China bedeutet, dass er 18 Monate lang weder befördert wird noch eine Gehaltserhöhung erhält.

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Zusammenfassung

Das Video ist aus dem Jahr 2017 und stammt aus Shanghai, China. Der Polizist wurde suspendiert und bekam eine Verwarnung, doch auch die Frau wird in chinesischen Mikroblogging-Diensten für ihr provokantes Verhalten aufgrund eines eher geringen Deliktes (falsch geparkt) von den Nutzern kritisiert.

Quellen: New Straits Times, Reuters/South China Morning Post, Video von CGTN

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