Zwischen den vielen Meldungen über Flüchtlinge ist es schwer, den Überblick zu behalten, welche aus reinen Propagandazwecken gepuscht werden und welche echte Pressemeldungen sind.
Eine dieser echten Meldungen ist die Information, dass ein regulärer ICE zum Weitertransport von Flüchtlingen eingesetzt wurde und die Passagiere, welche ursprünglich für diesen Zug gebucht haben, umbuchen mussten.
So ist einem Pressebericht der dpa zu entnehmen:
Die regulären Passagiere der Verbindung München-Berlin mussten auf andere Züge umbuchen, sagte der Präsident der Regierung von Oberbayern, Christoph Hillenbrand, am Sonntag in München vor Journalisten. Bisher hatten nur Sonderzüge Flüchtlinge transportiert.
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Inwiefern dass nun in dramatischer Ausdrucksweise als „Rausschmiss“ der Passagiere bezeichnet werden kann, ist wohl eher am oberen Ende der Empörtheitsskala anzusiedeln. Nach Presseangaben sagte eine Schalterangestellte der Bahn aus:
Die Passagiere in München blieben größtenteils gelassen. Nur eine 1.-Klasse-Passagierin habe ihr eine laute Szene gemacht, berichtete eine Schalterdame am Hauptbahnhof. Ansonsten habe es höchstens „ein paar mehr genervte Blicke als üblich“ gegeben.
(Quelle: T-Online)
Der Hintergrund
Bei diesem ICE handelte es sich um den ICE 1508, welcher ursprünglich gestern (Sonntag, 13.09.) um 11.21 Uhr in München gestartet und um 17.37 Uhr in Berlin angekommen sollte. Dieser wurde neben den Sonderzügen für den Flüchtlingstransport genutzt. Der Präsident der Regierung von Oberbayern, Christoph Hillenbrand sprach laut dpa von:
„Härten im Reiseverkehr“. Aus humanitären Gründen sei dies aber nicht anders zu lösen. „Die aktuelle Situation birgt solche Herausforderungen.“
Es geht darum, die Vielzahl der angekommenen Flüchtlinge möglichst zügig aus München gemäß des Verteilerschlüssels auf die Bundesländer zu verteilen, so dass kein Ungleichgewicht entstehe.
Ebenso kündigte Hillenbrand an, dass ab Montag in einigen fahrplanmäßigen Zügen Kontingente für jeweils einige hundert Flüchtlinge reserviert werden sollen.
Kritische Stimmen
Auf Twitter findet man unter dem Hashtag „Oktoberfestung“ auch eine Vielzahl kritischer Stimmen, welche davon sprechen, dass man derzeit in Bayern sehr darum bemüht sei, Flüchtlinge aus der Landeshauptstadt zu schaffen und auch dafür zu sorgen, keine weiteren Flüchtlinge nach München zu schaffen. Als Hintergrund wird das bevorstehende Oktoberfest vermutet.
Im selbigen Zusammenhang stehen auch die Grenzkontrollen, welche seit kurzem wieder eingeführt wurden. Aus offiziellen Stimmen heißt es hierzu:
Seehofers Innenminister Joachim Herrmann ergänzte: Eine Umgehung Münchens sei notwendig. Denn: „Insbesondere Asylsuchende aus muslimischen Ländern sind Begegnungen mit massiv alkoholisierten Menschen in der Öffentlichkeit nicht gewohnt.“
(Quelle: Spiegel online)
Die Netzgemeinde spricht eher von “ Feierlichkeiten bei Hofe, während der Pöbel draußen verhungert.“
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