Die Behauptung
Edward Snowden habe das HAARP-Programm als Mittel der Wettermanipulation, der Gedankenkontrolle und des gezielten Mordes entlarvt.
Falsch
Die Behauptung ist falsch. Sie stammt aus einem satirischen Artikel aus dem Jahr 2013 und hat keinen Bezug zu den tatsächlichen Enthüllungen Snowdens. HAARP ist eine wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung der Ionosphäre.
Kurzer Überblick über die Fakten:
- HAARP und die Wissenschaft: Die Anlage in Alaska erforscht die Ionosphäre mit Radiowellen. Sie wird seit 2015 von der Universität von Alaska betrieben.
- Satirische Quelle: Die Behauptungen zu HAARP und Snowden stammen aus einem Artikel der satirischen Website „Internet Chronicle“.
- Keine Belege durch Snowden: Es gibt keine Hinweise oder Dokumente, die belegen, dass Snowden in seinen Enthüllungen jemals HAARP erwähnt hat.
Ein erfundener Zusammenhang: Snowden und HAARP
Edward Snowden, der 2013 weltweit Schlagzeilen machte, weil er illegale Überwachungspraktiken der NSA aufdeckte, wird in sozialen Medien immer wieder mit einer angeblichen Enthüllung über das HAARP-Programm in Alaska in Verbindung gebracht. Er soll Dokumente vorgelegt haben, die belegen, dass HAARP zur Wettermanipulation, Gedankenkontrolle und gezielten Tötungen eingesetzt wird. Diese Geschichte ist jedoch nichts weiter als ein Witz, der sich seit Jahren hartnäckig hält.

Satire als Quelle
Die Ursprünge der Behauptung finden sich in einem Artikel der Website „Internet Chronicle“ aus dem Jahr 2013, in dem behauptet wird, Snowden habe aus seinem Moskauer Exil brisante Details zu HAARP enthüllt. Doch ein Blick auf die Website zeigt: „Internet Chronicle“ ist bekannt für absurde und offensichtliche Satire. So wird dort auch behauptet, Donald Trump sei 2016 ermordet worden oder die NSA betreibe ein Überwachungssystem namens „Sauron“.
Der Artikel über HAARP ist also keine echte Nachricht, sondern nur eine humoristische Übertreibung. Trotzdem wird die Geschichte von Menschen, die der Regierung misstrauen, oft für bare Münze genommen.
Was ist HAARP eigentlich?
Das High-Frequency Active Auroral Research Program (HAARP) in Alaska wurde ursprünglich vom US-Militär gegründet, um die obere Atmosphäre zu erforschen. Seit 2015 wird die Anlage von der University of Alaska betrieben. Hauptziel ist die Erforschung der Ionosphäre, um beispielsweise die Kommunikationstechnik zu verbessern.
Die Vorstellung, HAARP könne mit Radiowellen das Wetter manipulieren oder gar Gedankenkontrolle ausüben, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Radiowellen dieser Frequenz haben keine solchen Eigenschaften.
Warum die Geschichte unglaubwürdig ist
Die Behauptung, Snowden habe HAARP-Dokumente enthüllt, ist aus mehreren Gründen unlogisch:
- Er arbeitete eng mit Journalisten des „Guardian“ zusammen, die jede Veröffentlichung sorgfältig prüften. In keiner dieser Enthüllungen wird HAARP erwähnt.
- Es gibt kein veröffentlichtes Dokument, das HAARP mit den angeblichen Verschwörungen in Verbindung bringt.
- Kein Nachrichtenmedium hat jemals glaubwürdig über einen solchen Zusammenhang berichtet.
Fazit zu Snowden und HAARP
Die Geschichte, Edward Snowden habe HAARP als Werkzeug zur globalen Manipulation entlarvt, ist frei erfunden. Sie stammt von einer satirischen Website und hat keinen realen Bezug zu Snowdens Enthüllungen. Verschwörungstheorien rund um HAARP sind nicht neu, aber wissenschaftliche Fakten und unabhängige Überprüfungen widerlegen diese Behauptungen seit Jahren.
Hinweis:
Seien Sie skeptisch gegenüber sensationslüsternen Quellen. Fakten sollten immer überprüft werden und aus vertrauenswürdigen Quellen stammen.
Quelle: DPA
Abonnieren Sie unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben. Erkunden Sie auch unser umfangreiches Medienbildungsangebot.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.
