Der SIM-Swapping-Betrug, bei dem Kriminelle die Kontrolle über die Mobiltelefonnummern unschuldiger Opfer erlangen, gibt zunehmend Anlass zur Sorge. Die Täter verschaffen sich Zugang zu Mobilfunkkonten und nutzen diese, um Identitätsdiebstahl zu begehen und finanziellen Schaden anzurichten.

Was ist SIM-Swapping?

SIM Swapping, auch als SIM-Swap-Betrug bekannt, ist eine Methode, mit der Betrüger versuchen, den Mobilfunkvertrag und die Mobilfunknummer einer anderen Person zu übernehmen. Mit gestohlenen oder recherchierten persönlichen Daten wenden sich die Täter an den Mobilfunkanbieter und geben sich als Opfer aus. Sie beantragen eine elektronische SIM-Karte (eSIM), die sie auf ihrem eigenen Gerät aktivieren. Damit können sie den Mobilfunkvertrag und die Mobilfunknummer des Opfers für weitere Straftaten nutzen.

Wie gelangen die Betrüger an die Daten ihrer Opfer?

Kriminelle kommen häufig durch Datenlecks oder Phishing an die Handynummer ihrer Opfer. Mit diesen Informationen melden sie sich auf der Website des Mobilfunkanbieters an und nutzen die Option „Login per SMS-Code“. Der Bestätigungscode wird an das echte Handy des Opfers geschickt. Anschließend melden sich die Betrüger telefonisch, oft als vermeintliche Paketboten, und fragen nach dem Code. Sobald sie diesen haben, aktivieren sie die eSIM und übernehmen die Handynummer.

Straftaten mit gehackten Mobilfunknummern

Sobald die Betrüger Zugriff auf die Mobilfunknummer und den Mobilfunkvertrag haben, stehen ihnen zahlreiche Möglichkeiten offen. Sie können über die Mobilfunkrechnung des Opfers einkaufen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen und E-Mail- oder Bankkonten übernehmen. Auf diese Weise können sie verschiedene Online-Dienste und Konten kapern und erheblichen finanziellen Schaden anrichten.

Schutzmaßnahmen gegen SIM-Swapping

Um sich vor SIM-Swapping zu schützen, sollten Handynutzer besonders wachsam sein. Erhalten sie unerwartet eine Bestellbestätigung für eine zweite SIM-Karte, sollten sofort alle Alarmglocken läuten. In solchen Fällen ist es wichtig, sofort den Mobilfunkanbieter zu kontaktieren, die zweite SIM-Karte zu sperren und alle Passwörter zu ändern. Zudem sollte der Betrug der Polizei gemeldet werden.

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Marc Fleischmann, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, rät: „Erhaltene Nachrichten oder ähnliches Beweismaterial bitte nicht löschen, sondern der Polizei zur Verfügung stellen“.

Fragen und Antworten zu SIM-Swapping

Frage 1: Was ist SIM-Swapping?
Antwort 1: SIM-Swapping ist eine Betrugsmasche, bei der Betrüger die Handynummer und den Vertrag eines Opfers übernehmen, um damit Straftaten zu begehen.

Frage 2: Wie kommen Betrüger an meine Handynummer?
Antwort 2: Betrüger nutzen Datenlecks oder Phishing, um an die Handynummer zu gelangen und verwenden diese, um sich per SMS-Code bei Mobilfunkanbietern einzuloggen.

Frage 3: Welche Straftaten können mit meiner Mobiltelefonnummer begangen werden?
Antwort 3: Kriminelle können über die Mobilfunkrechnung einkaufen, Zwei-Faktor-Authentifizierungen umgehen und E-Mail- oder Bankkonten übernehmen.

Frage 4: Wie kann ich mich gegen SIM-Swapping schützen?
Antwort 4: Seien Sie wachsam bei unerwarteten Bestellbestätigungen für Zweit-SIM-Karten und kontaktieren Sie sofort Ihren Mobilfunkanbieter und die Polizei.

Frage 5: Was soll ich tun, wenn ich Opfer von SIM-Swapping geworden bin?
Antwort 5: Kontaktieren Sie sofort Ihren Mobilfunkanbieter, sperren Sie die zweite SIM-Karte, ändern Sie alle Passwörter und melden Sie den Betrug der Polizei.

Fazit

SIM-Swapping ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die erhebliche finanzielle und persönliche Schäden verursachen kann. Nutzer sollten wachsam sein und verdächtige Aktivitäten sofort melden. Vorbeugende Maßnahmen wie die sofortige Kontaktaufnahme mit dem Mobilfunkbetreiber bei verdächtigen Nachrichten und die Änderung von Passwörtern sind unerlässlich. Abonnieren Sie den Mimikama Newsletter und informieren Sie sich über aktuelle Online-Vorträge und Workshops unter Mimikama Education, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Quelle: SWR

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