Bezeichnet die SPD „Ende Gelände“-Protestcamp als „Ökomob“?

Die SPD will das „Ende Gelände“-Protestcamp verhindern und bezeichnet Aktivisten als „Ökomob“. Mimikama klärt über die Fälschung eines Bildes auf

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SPD will „Ende Gelände“-Protestcamp verhindern

Die Anti-Braunkohle-Bewegung „Ende Gelände“ möchte vom 25. bis 29. Oktober in der Gemeinde Niederzier ein Protestcamp errichten, das die Infrastruktur des Tagbaus vor Ort behindern soll. Die SPD, die seit 2017 nicht mehr in der Regierung in Nordrhein-Westfalen ist, möchte das verhindern und ruft zu Protesten auf.

Nun ist dieses Foto aufgetaucht, das SPD-Fraktionschef Johannes Komp (links) und die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Marion Wynands, sowie Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) zeigen soll, die ein mit Plakaten posieren, auf denen „Wir sagen Nein zum Rechtsstaat“ und „Wir sind das Rheinische Revier / Weg mit dem Ökomob“ zu lesen sein soll.

Bezeichnet die SPD Ende Gelände-Protestcamp als Ökomob?

Bild ist gefälscht, Zitat „Ökomob“ ist echt

Bei dem Bild handelt es sich natürlich um eine Fotomontage, wie auch Dietmar Nietan, SPD-Abgeordneter im Bundestag feststellt:

https://www.facebook.com/DietmarNietan/posts/1891534440882130?__xts__%5B0%5D=68.ARBiFNmZCjz_HxlDEBcVdgafObe_48rinyrXiyUsT_m-ek06YKpDLrn3J1o0LqTWgv6Ss2f69GNMNaUfg2vWVUJugnsjAUva1v7mI5lcEWI-S8I1cHJAQqE5McTlsqXZGKjWVUhTLP-O86dW_A7gTz3PPGwHSJVMXyolPsrF_6SdrfyBMFLAtQEXpmuFLmXTCCfHIJKv3xKJu_A7FoKXP6CDt-4&__tn__=-R

Das Original-Foto findet man auch in einigen Presseberichten wie beispielsweise hier in der „Aachener Zeitung„.

Während auf dem Original-Plakat immerhin noch „Öko-Aktivismus“ steht, so bezeichneten laut dem gleichen Bericht in der „Aachener Zeitung“ die SPDler die Aktivisten jedoch wirklich als „Ökomob“:

„Wir werden nicht hinnehmen, dass der Ökomob alle Gesetze aushebelt, um hier bei uns Randale machen zu können“, betonen Wynands und der SPD-Fraktionsvorsitzende Johannes Komp. „Wir rufen über alle Parteigrenzen hinweg dazu auf, alle rechtsstaatlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Camp zu verhindern.“

Fazit:

Das Foto ist gefälscht. Aber die Aussage auf dem rechten Plakat wurde sinngemäß jedoch getroffen, wenn auch überspitzt.


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