Ahmed Al‑Rawi (Simon Fraser University) untersuchte Instagram‑Posts, die über 39 desinformationsbezogene Suchbegriffe gesammelt wurden, und unterschied automatisierte von menschlichen Bewertungen. Die Analyse zeigt einen Anstieg der Faktenchecks 2020 und einen deutlichen Rückgang bis 2022; Impfstoff‑Behauptungen waren häufig.
Was untersucht wurde: Die Studie rekonstruiert Metas Praxis beim Kennzeichnen von Desinformation auf Instagram in der Zeit vor der Änderung der Faktencheck-Politik 2025. Analysiert wurden Beiträge, die mit 39 relevanten Suchbegriffen gefunden und manuell bewertet wurden.
Befunde: In der untersuchten Stichprobe stieg die Zahl der erfassten Faktenchecks während der COVID‑19‑Welle 2020 deutlich an und sank bis 2022 wieder stark. Thematisch dominierten in den manuell kategorisierten Beiträgen Falschbehauptungen zu angeblich schädlichen oder nutzlosen Impfstoffen, gefolgt von Behauptungen über Masken oder die Existenz und Gefährlichkeit von COVID‑19.
Einschränkungen: Die Autor:innen betonen die begrenzte Datengrundlage – die Auswahl erfolgte über Suchbegriffe und kann nicht für alle Instagram‑Faktenchecks verallgemeinert werden. Aus der Arbeit lässt sich nicht kausal ableiten, warum Metas Fact‑Check‑Volumen zurückging.
Bedeutung: Die Studie liefert einen historischen Referenzpunkt für Forschende und Faktencheck‑Redaktionen, die künftig vergleichen wollen, ob alternative Moderationsmodelle dieselben Inhalte ähnlich zuverlässig erfassen.
Quellen
- MDPI Social Sciences: Digital Capitalism and Meta’s Algorithmic Governance: An Empirical Investigation of Instagram’s Fact-Checking Practices, 18.09.2026
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