Sollte man Notfallnummern im Handy mit ICE kennzeichnen?
Es kursieren immer wieder Aufrufe eine ICE Nummer im Handy abzuspeichern. Angeblich kommen diese Aufrufe vom ASB, DRK, Rettungsdienst usw. Diese Aufrufe sind FALSCH! Es geht um diese Behauptung, die auf Facebook immer wieder die Runde macht, so wie auch im Januar 2020:

„Die RTW- und Ambulanzfahrer haben bemerkt, dass bei einem Verkehrsunfall die meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich haben.
Bei verletzten Personen, die nicht mehr ansprechbar sind, wissen die Einsatzkräfte aber nicht, wer aus der langen Adressliste zu kontaktieren ist.
Ambulanzfahrer und Notärzte haben also vorgeschlagen, dass jeder in sein Handy-Adressbuch, die im Notfall zu kontaktierende Person unter demselben Pseudo eingibt. Das international anerkannte Pseudo ist: ICE(= In Case of > Emergency).
Unter diesem Namen sollte man die Rufnummer der Person eintragen, welche im Notfall durch Polizei, Feuerwehr oder erste Hilfe anzurufen ist.
Sind mehrere Personen zu kontaktieren, braucht man ICE1, ICE2, ICE3, usw. Dies ist leicht durchzuführen, kostet nichts, kann aber viel erreichen. Bitte diese Meldung unbedingt an alle Freunde und Bekannte weiterleiten, damit dieses Verfahren weltweit Anwendung finden wird!“
Die Rettungsdienste und Hilfsorganisationen distanzieren sich bereits seit 10 Jahren von solchen Meldungen und bitten darum diese Meldungen auch nicht weiterzuleiten.
Begründung:
- Es ist eine sensible Aufgabe, Angehörigen solche Mitteilungen zukommen zu lassen.
- Im Notfall haben die Retter anderes zu tun als Angehörige zu benachrichtigen. Keiner wird vom Unfallort aus Angehörige informieren.
- Die Anzahl der Fälle, in denen man Angehörige nicht erreicht, ist sehr gering.
- Meist sind Handys ohnehin mit einem PIN oder Muster vor Zugriff geschützt
Eine sinnvolle Alternative, um eine Person, die man im Notfall kontaktieren soll, zu hinterlegen: Ein einfacher Zettel mit Name, Telefonnummer und ggf. Anschrift. Einen schönen Vordruck gibt es z.B. hier: http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/notfallpass.pdf
Screenshot des Notfallpasses:

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

