Vorsicht! Hinter der angeblichen Abstimmung für „Lina“ steckt ein Versuch, Zugriff auf WhatsApp-Konten zu erhalten. Die verlinkte Fake-Voting-Seite fordert nach der vermeintlichen Stimmabgabe eine Anmeldung per Telefonnummer. Anschließend erhalten Nutzer einen Code und sollen diesen über WhatsApps Funktion „Verknüpfte Geräte“ eingeben. Damit wird jedoch keine Stimme bestätigt: Stattdessen kann ein fremdes Gerät mit dem eigenen WhatsApp-Konto verknüpft werden.
Fake-Abstimmung für „Lina“: Vorsicht vor dieser WhatsApp-Falle
Warnung vor betrügerischen Nachrichten im Namen von WhatsApp-Kontakt
Screenshot — Quelle: Mimikama | 29.09.2026
Was nach dem Klick passiert
Diese Screenshots zeigen die nächsten Schritte des Betrugs — etwa die gefälschte Anmeldeseite oder das Formular zur Datenabfrage. Wer hier Daten eingibt, gibt sie direkt an die Täter.
Wortlaut der Nachricht
Hallo, könntest du bitte für Lina abstimmen? Sie ist die Tochter von engen Freunden von mir, und dieser Sieg ist für ihre Familie sehr wichtig! Es geht um ein Stipendium für ihre Ausbildung. Vielen, vielen Dank im Voraus für deine Unterstützung! 🙏 https://votechild.my.id/home/dencede bzw. https://minidencer.top/home/stardeb
Warum es Fake ist
- 1Die Geschichte über „Lina“ und ein angebliches Stipendium soll Hilfsbereitschaft und Vertrauen ausnutzen.
- 2Die Links führen auf wechselnde Domains wie „votechild.my.id“ oder „minidencer.top“ statt zu einem nachvollziehbaren Wettbewerb.
- 3Die professionell gestaltete Voting-Seite mit Kandidatinnen und Stimmenzahlen soll einen echten Wettbewerb vortäuschen.
- 4Nach der vermeintlichen Stimmabgabe wird plötzlich eine Anmeldung mit der eigenen Telefonnummer verlangt.
- 5Anschließend erzeugt die Seite einen Code und führt direkt zur WhatsApp-Funktion „Verknüpfte Geräte“.
- 6Der Code bestätigt keine Stimme, sondern kann zur Verknüpfung eines fremden Geräts mit dem WhatsApp-Konto dienen.
- 7Auch ein bekannter Absender ist kein Echtheitsbeleg: Die Nachricht kann von einem bereits übernommenen Konto stammen.
Handlungstipps
- Den Link nicht öffnen und die angebliche Abstimmung nicht weiterleiten.
- Keine Telefonnummer und keinen angezeigten Kopplungscode für WhatsApp verwenden.
- Niemals auf Anweisung einer Voting-Seite ein neues Gerät unter „Verknüpfte Geräte“ hinzufügen.
- Den Absender telefonisch oder persönlich fragen, ob die Nachricht tatsächlich von ihm stammt.
- Wer nur die Webseite geöffnet, aber keine Verknüpfung bestätigt hat, kann sie einfach schließen.
- Nach einer Bestätigung sofort unter WhatsApp → „Verknüpfte Geräte“ unbekannte Sitzungen abmelden.
- Wurden bereits Nachrichten vom eigenen Konto verschickt, Kontakte vor der Betrugsmasche warnen.
Weitere Informationen
Ausführliche Hintergründe und Schutzmaßnahmen:
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Hinweis der Redaktion
Die Masche beginnt mit einer scheinbar persönlichen Bitte um eine Stimme für „Lina“. Angeblich geht es um ein wichtiges Stipendium für ihre Ausbildung. Der Link führt jedoch auf eine professionell gestaltete Fake-Voting-Seite, auf der „Lina“ gegen eine weitere Kandidatin antritt. Dabei kommen unterschiedliche Domains zum Einsatz – in den uns vorliegenden Fällen etwa „votechild.my.id“ und „minidencer.top“. Weitere Domains sind möglich bzw. sogar wahrscheinlich.
Nach der vermeintlichen Stimmabgabe verlangt die Seite eine „Anmeldung“. Nutzer sollen zunächst ihre Telefonnummer eingeben. Anschließend wird ein Code angezeigt und genau erklärt, was damit zu tun ist: WhatsApp öffnen, „Verknüpfte Geräte“ auswählen, ein Gerät per Telefonnummer verknüpfen und den angezeigten Code eingeben.
Dieser Vorgang hat mit der Abstimmung nichts zu tun. Die Täter missbrauchen WhatsApps legitime Funktion „Verknüpfte Geräte“. Wer den Kopplungscode wie angewiesen verwendet, kann dadurch ein fremdes Gerät mit dem eigenen WhatsApp-Konto verbinden. Anschließend können Täter auf das Konto zugreifen, Nachrichten mitlesen und im Namen der betroffenen Person schreiben.
Besonders tückisch: Solche Abstimmungsaufforderungen können von bereits übernommenen WhatsApp-Konten verschickt werden. Die Nachricht erscheint dann möglicherweise tatsächlich im bestehenden Chat mit einem Freund, Familienmitglied oder Bekannten. Ein vertrauter Absender und ein vorhandener Chatverlauf sind deshalb kein Beleg dafür, dass die Nachricht wirklich von dieser Person stammt.
Die Masche ist nicht neu. Namen, Geschichten, Domains und die Gestaltung der angeblichen Abstimmungen wechseln. Das Grundprinzip bleibt jedoch gleich: persönliche Bitte, Fake-Abstimmung und anschließend eine angebliche WhatsApp-Bestätigung, die tatsächlich zur Verknüpfung eines fremden Geräts führt.
Wichtig: Auch eine aktivierte Verifizierung in zwei Schritten verhindert diese konkrete Variante nicht. Sie schützt zusätzlich vor einer Neuregistrierung der Telefonnummer. Bei einer vom Nutzer selbst bestätigten Verknüpfung eines zusätzlichen Geräts greift dieser Schutz jedoch nicht in gleicher Weise.
Ausführliche Hintergründe zu dieser Masche:
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