Wird es herbstlich draußen, häufen sich bei uns die Anfragen zu Statusbeiträgen auf Facebook zum Thema Mützen mit Bommeln – werden dafür wirklich kleine Welpen getötet?
Werden Welpen wirklich speziell für Bommelmützen getötet? Jedes Jahr erhalten wir solche und ähnliche Anfragen zu diesem Thema. Genau genommen, geht es zumeist um dieses Bild hier:
Der Faktencheck
Dass Pelztiere für Kleidungsteile bzw. Accessoires getötet werden, stimmt. Und wie es Kollegin Petra ausgedrückt hat, beginnt nun mal jedes Pelztier als Welpe sein Leben. Dass ein Welpe (vermutlich Fuchs) als Symbolbild für unzählige andere Pelztiere genutzt wird, erregt auch mehr Aufmerksamkeit als ein älteres Tier.
Und das Schaffen von Bewusstsein, dass es diese Praktik gibt, hat seine Berechtigung.
Nach Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 1523/2007 ist es grundsätzlich verboten, Katzen- und Hundefelle sowie Produkte, die solche Felle enthalten, in der EU in Verkehr zu bringen, und in die EU ein- bzw. aus ihr auszuführen. Abweichend von diesem Grundsatz kann die Kommission in Ausnahmefällen (z.B. Unterrichtszwecke oder Tierpräparation) nach Artikel 4 der VO das in Verkehr bringen bzw. die Ein- oder Ausfuhr aus der EU erlauben. (Quelle: Zoll [gilt auch für Robbenfell!])
Ein Blick ins Jahre 2014 zurück, zeigt, dass sich viele Unternehmen gegen Echtfelle aussprechen, es aber auch bei strenger Kontrolle vorkommen kann, dass sich Felle von Katzen und Hunden als, zum Beispiel, Bommel an der Mütze in Deutschland wiederfinden lässt.
Zudem gibt es genug explizites Bildmaterial im Internet, das zeigt, unter welch erbärmlichen Umständen Pelztiere ihr kurzes Dasein fristen.
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Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
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