Glatte Lügen und ein teures Ende: laut gesponserter Facebookanzeige betreibt Möbelhaus XXXLutz wieder eine berühmte Weihnachtspromo.
Dieser Beitrag wird verschiedenen Menschen auf Facebook eingeblendet. Natürlich wird das eingeblendet, denn irgendwer hat dafür ein wenig Geld in die Hand genommen und es auf Facebook in einen gesponserten Beitrag gesteckt.
Facebook wiederum stört sich nicht daran, dass diese Anzeige bewusst irreführend ist und zudem falsche Angaben macht, denn Facebook verdient an diesen Fake-News nun mit. Inwieweit sich Möbelgigant XXXLutz in diesem Umfeld nun wohl fühlt, dürfte auf einem anderen Blatt stehen.
Wer es noch nicht wusste: Man kann Werbeanzeigen auf Facebook immer daran erkennen, dass sie den Hinweis „Gesponsert” tragen. So wie in dem folgenden Fall, um den sich dieser Artikel drehen wrd:
Was steckt dahinter?
Wir haben es hier mit einem Fake-Gewinnspiel au fSocial Media zu tun, welches in den klassischen 3 Schritten abläuft. Anhand dieser drei Schritte kann man erkennen, worum es wirklich geht. Denn bei Fake-Gewinnspielen auf Facebook, die eine starke Viralität haben, handelt es sich um ein Geschäftsmodell. Im Gegensatz zu echten Gewinnspielen, die von Firmen zu Werbezwecken veranstaltet werden, nutzen Fake-Gewinnspielveranstalter das Produkt als Lockvogel.
In unserem aktuellen Beispielfall muss nun XXXLutz (ungewollt) als Lockvogel herhalten. Ärgerlich, da solche Fake-Veranstaltungen natürlich einen Reputationsschaden hinterlassen.
3 Schritte


a) Viralität erzeugen (Beispiel: Leite dieses Gewinnspiel an 20 Kontakte weiter).
b) Ein Link wird eingebaut, der zu dem vermeintlichen Gewinn führen soll.

Interessant an dieser Stelle zu sehen: Man wird aufgefordert, aufgrund des versprochenen Gewinns die Hotline anzurufen. Bitte emrken!

In unserem Beispielfall wird es jedoch besonders böse, denn man soll hier an einem Telefonquiz teilnehmen. Wie bereits in der Brücke angemerkt, soll man ja anrufen, um den Gewinn einzufordern. Blöd nur, dass in kleiner und farblich nicht sonderlich kontrastreicher Schrift zu diesem Affiliate Folgendes am unteren Seitenranf angemerkt ist:
„ […] anrufen 0800***99, besuchen Sie unsere Website: www.***.com Anrufer Kosten: 1.80 EUR pro Minute inkl. MwSt. Jeder Quizteilnehmer muss seine Mobiltelefonnummer oder private Telefonnummer angeben. Der nächste Schritt ist der Anruf einer Prämienhotline und die Eingabe des bereitgestellten PIN auf der Webseite. Sobald Sie den korrekten PIN eingegeben haben, können Sie das Quiz beginnen und am Wettbewerb teilnehmen. Die maximale Anrufzeit für diesen Anruf beträgt 30 Minuten. Um den bereitgestellten Preis zu gewinnen, muss der Nutzer die korrekten Antworten geben um Punkte zu erzielen. Für jede richtig beantwortete Frage erhält der Nutzer 100 Punkte. Um zu gewinnen, sollte der Nutzer so viele Fragen wie möglich richtig beantworten. Der Nutzer mit den meisten gesammelten Punkten am Ende der Werbeperiode gewinnt den Preis. Sollte es zwei oder mehr Nutzer mit der gleichen Punktzahl geben, so wird eine offene Frage gestellt. Der Nutzer, der als erstes korrekt antwortet ist der Gewinner des Preises. Die Werbeperiode endet am 31 December 2018. „
Halten wir fest:
Ursprünglich WURDE bereits die Gutscheinkarte versprochen. Das ganze war jedoch nur ein Köder, um in ein Telefonquiz zu locken. Dieses Quiz kostet 1,80 € pro Minute und soll maximal 30 Minuten gehen. Also bis zu 54 € teuer, wenn man anruft.
Und Facebook bekommt es mal wieder nicht hin, so eine Werbung zu kontrollieren. Bravo!
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