Gewinnspiel-Betrug am Telefon ist eine häufige Abzock-Masche. Die Polizei gibt Tipps.
12 Tipps gegen Gewinnspiel-Abzocke – Das Wichtigste zu Beginn:
- Polizei gibt 12 Tipps, um nicht in eine solche Falle zu tappen
- Kontoauszüge und Telefonrechnungen prüfen
- Keine Zusagen am Telefon machen
Die Betrüger sind in den meisten Fällen auffallend gut organisiert und arbeiten höchst professionell. Oft stammen Anrufe aus regelrechten Callcentern.
Erst vergangene Woche meldete die Polizei, dass eine Frau aus Zweibrücken durch einen solchen Telefonbetrug 1300 Euro verloren hatte. Eine Ludwigshafenerin wiederum hatte laut einer anderen Meldung vollkommen richtig reagiert und den Anruf beendet.
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12 Tipps der Polizei, um nicht in diese Fallen zu tappen:
Die Betrüger arbeiten hochprofessionell und agieren oft von Callcentern aus. Meist sind sie auch in der Lage, die Telefonnummer, die bei einem ankommenden Anruf am Display angezeigt wird, zu manipulieren.
- Die Anrufer versuchen meist, Druck auf ihre Opfer auszuüben. Das geht in manchen Fällen bis zur Drohung mit einer Anzeige, unter welchem Vorwand auch immer. Doch zahlen die Opfer einmal, werden sie immer weiter angerufen, um weitere Forderungen zu stellen.
- Beliebt ist bei den Betrügern auch, sich als Vertreter der Staatsgewalt auszugeben. Als Beispiel: Ein falscher Staatsanwalt ruft an, weil angeblich ein Betrugsverfahren gegen das Opfer laufe. Oft wird die Geschichte verwendet, dass das Opfer an einem Gewinnspiel teilgenommen habe, die dafür geforderte Gebühr allerdings nicht bezahlt wurde. Immer wieder geben sich Betrüger am Telefon auch als Polizeibeamte aus.
- Hat man niemals an einem Lotterie- oder Gewinnspiel teilgenommen, kann man auch nicht gewonnen haben und auch niemandem etwas schulden.
- Niemals sollte man etwas überweisen oder Geld dafür ausgeben, um einen vermeintlichen Gewinn einfordern zu können. Jedes Gewinnversprechen, bei dem man in Vorlage treten müsste, ist Betrug. Dazu sollte man auch auf keinen Fall gebührenpflichtige Sonder-Telefonnummern, z.B. mit den Vorwahlen 0900, 0180, 0137, … wählen.
- Mehrmals monatlich sollte man seine Kontoauszüge überprüfen. Auch die Telefonrechnung sollte genauer angesehen werden.
- Lassen Sie unberechtigte Abbuchungen von Ihrer Bank rückgängig machen. Widerspricht man innerhalb einer bestimmten Frist bzgl. einer Abbuchung, wird dies problemlos durchgeführt.
- Sollten unberechtigte Abbuchungen vom Konto aufscheinen, sollte man auch Anzeige erstatten, da hier ein Fall von Betrug vorliegen kann.
- Tauchen unberechtigt hohe Beträge auf der Telefonrechnung auf, kann man beim jeweiligen Telefonanbieter widersprechen. Dieser hat dann die Möglichkeit, nur die berechtigten Beträge abzubuchen. Falls dies nicht mehr möglich ist, kann man die Abbuchung bei der Bank widerrufen und nur die Summe mit den berechtigten Forderungen überweisen. Hier ist es allerdings ratsam, immer zuerst mit dem Telefonanbieter Rücksprache halten.
- Eine weitere Betrugsmasche ist die „Kaffeefahrt“ in Zusammenhang mit Gewinnspielen. Mit dem Versprechen, dass bei einer Veranstaltung ein Gewinn ausgezahlt würde, werden Menschen oft dazu gebracht, an eben solchen Fahrten teilzunehmen. Der Kontakt dazu erfolgt per Telefon, aber auch per Mail oder Post.
- Wird man per Mail oder Brief aufgefordert, eine bestimmte Telefonnummer anzurufen, um einen Gewinn einzufordern, sollte man dies auf keinen Fall tun. Das Gespräch dienst einzig und allein dem Zweck, besonders hohe Gebühren anfallen zu lassen.
- Ein angeblich von Ihnen unterschriebener Vertrag? Solche echten oder vorgetäuschten Abschlüsse können widerrufen und wegen arglistiger Täuschung angefochten werden. Die Verbraucherzentralen bieten hierfür Musterschreiben an.
- Niemals Zusagen am Telefon machen!
Generell sollte man bei Gewinnspielversprechen ein gesundes Misstrauen an den Tag legen. Bei diversen Angeboten am Telefon oder auch per Mail oder Post besser eine Nacht darüber schlafen oder mit jemandem darüber sprechen, bevor man vorschnell reagiert. Meist erkennt man mit ein wenig Abstand, dass die Sache faul ist.
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Quelle: Die Rheinpfalz
Artikelbild: Shutterstock / Von Motortion Films
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