Seit mindestens 2018 kursiert in Form eines Kettenbriefs der Mythos, dass Facebook die eigenen Beiträge nur 25 Freunden zeigen würde, man aber diesen geheimnisvollen Algorithmus durch einen „Trick“ umgehen könnte. Doch auch Jahre später ergibt der „Trick“ keinen Sinn, sogar Facebook selbst erklärte damals, dass der Newsfeed-Algorithmus so nicht funktioniert.
Um diesen Kettenbrief handelt es sich:

Die relevantesten Stellen des Kettenbriefs:
„Ich habe meine blockierten Beiträge repariert. Ich habe mich gefragt, wo alle gewesen sind. Das ist gut zu wissen: Es ist lächerlich, 600 Freunde zu haben und nur 25 dürfen meinen Beitrag sehen.
Es klappt!! Ich habe einen ganz neuen Newsfeed. Ich sehe Beiträge von Personen, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe.So umgehen Sie das System, das FB jetzt eingerichtet hat, um die Anzahl der Beiträge in Ihrem Newsfeed zu begrenzen. Ihr neuer Algorithmus wählt dieselben wenigen Personen aus – ungefähr 25 -, die Ihre Beiträge lesen.“
Dann wird erklärt, dass man den Text kopieren und als eigenen Beitrag posten solle, womit das System umgangen werde.
„Wenn Sie diese Nachricht lesen, tun Sie mir einen Gefallen und hinterlassen Sie mir einen kurzen Kommentar … ein „Hallo“, einen Aufkleber, was auch immer Sie wollen, damit Sie in meinem Newsfeed erscheinen.“
Nein, ein solcher Algorithmus existiert nicht
Es wäre ziemlich unsinnig, wenn Facebook das Anzeigen der Beiträge nur auf 25 Freunde beschränken würde, da hohe Sichtbarkeit und Interaktion ja essenziell wichtig für das Geschäftsmodell ist: Je mehr Leute etwas sehen, umso mehr Werbung wird gesehen, umso mehr verdient das Unternehmen.
Eine gewisse Beschränkung gibt es jedoch schon: Facebook achtet auf die Relevanz! Facebook selbst stellte schon vor Jahren klar:
„Wir ordnen den Newsfeed danach an, welches Posting für den Nutzer relevant sein könnte. Obwohl wir einige Anpassungen vorgenommen haben, die die Zahl der sichtbaren Postings von Freunden erhöhen können, ist der Newsfeed nicht auf 25 Kontakte beschränkt.“
Sie erhöhten also sogar die Sichtbarkeit der eigenen Beiträge für Freunde und schränkten ihn nicht auf 25 Kontakte ein. Zudem besitzt der „Trick“ einen gewaltigen Logikfehler: Wenn nur 25 Freunde den Beitrag sehen, könnten auch nur 25 Freunde kommentieren… und nichts würde sich ändern.
Fazit
Es handelt sich also nur um einen Kettenbrief, der seit Jahren kursiert, aber sinnlos ist: Facebook zeigt Beiträge nach Relevanz an und nicht wahllos nur 25 Freunden (was auch nicht viel Sinn ergeben würde).
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