Britische Werbeaufsicht setzt Benchmark für „Celebrities“ – Strengere Regeln für Werbung

Jeder Social-Media-Nutzer, der 30.000 Follower oder mehr hat, ist eine Berühmtheit. So hat es zumindest die britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA) bestimmt. Die ASA hat die Grenze von 30.000 Followern auf Plattformen wie Instagram oder Twitter als Benchmark bestimmt, ab wann für einen Social-Media-Nutzer andere Regeln gelten, was Werbung anbelangt.

Eine Influencerin wurde aufgrund dieser neuen Definition von der ASA gerügt.

„Wir haben entschieden, dass mehr als 30.000 Follower bedeuten, sie hat die Aufmerksamkeit einer signifikanten Anzahl von Menschen. Da sie ein großes Publikum hat, bei dem sie auch sehr beliebt ist, haben wir entschieden, dass es sich bei ihr um eine Berühmtheit handelt, auf die der CAP zutrifft“,

schrieb die ASA in einem Statement über die Influencerin. Beim CAP handelt es sich um den „UK Code of Non-broadcast Advertising, Sales Promotion and Direct Marketing“, ein Regelwerk für Werbung.

Promis dürfen nicht für Medizin werben

Bei der betroffenen Influencerin, die zum Präzedenzfall für diese Definition wurde, handelt es sich um die Bloggerin Sarah Willox Knott. Auf ihrer Instagram-Seite mit dem Namen „ThisMamaLife“ hat Knott in einem Posting ein Sedativ angepriesen.

Das verstoße jedoch gegen ein Gesetz in Großbritannien, laut dem prominente Personen keine Werbung für Medizin machen dürfen. Im Februar 2019 lud Knott ein Bild auf ihrer Instagram-Seite hoch, auf dem im Hintergrund deutlich eine Packung Phenergan-Schlaftabletten zu sehen war. Das Bild war mit der Aufschrift „Pharmacy Only“ (Nur in der Apotheke erhältlich) untertitelt.

Ab 30.000 Followern für alle die gleichen Regeln

Die Herstellerfirma Sanofi, die für die Werbung bezahlt hatte, argumentierte, Knott habe im Vergleich zu großen Berühmtheiten keine hohe Anzahl an Instagram-Followern. Die ASA dagegen hat Knott mit ihren über 32.000 Followern als Berühmtheit definiert.

In Zukunft wird die Grenze von 30.000 Followern als Referenzwert dafür dienen, ob die Werberegeln für Prominente gelten. Jeder, dessen Account über diesem Wert liegt, muss sich gleichermaßen an den CAP halten.

Quelle: pressetext
Artikelbild: Diego Cervo / Shutterstock


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