Strafanzeigen gegen "Hoverboarder"

Erfahre, warum Hoverboards im öffentlichen Raum verboten sind und welche rechtlichen Konsequenzen es für die Fahrer gibt. Weitere Infos auf Mimikama

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Bad Lippspringe – Letzte Woche hat die Polizei in der Arminiusstraße drei Hoverboard-Fahrer gestoppt, die mit den elektrischen Zweirädern verbotswidrig im öffentlichen Verkehrsraum umherfuhren.

Strafanzeigen gegen "Hoverboarder"
Ein 19-Jähriger und zwei Jugendliche wurden auf Hoverboards in der Fußgängerzone erwischt. Dem jungen Mann war angeblich nicht bekannt, dass die Spielgeräte auf öffentlichen Straßen verboten sind. Er habe lediglich eine englische Bedienungsanleitung dazu bekommen. Die beiden Jungen wussten schon, dass das nicht erlaubt ist. Sie waren direkt abgesprungen, als sie die Streife bemerkt hatten. Ein Junge wurde von der Polizei nach Hause gebracht. Wegen verschiedener Verkehrsvergehen laufen jetzt Anzeigen gegen die drei „Hoverboarder“.
Bei den im Handel erhältlichen Hoverboards oder auch E-Boards handelt es sich rechtlich um Sport- und Spielgeräte. Sie dürfen nicht im öffentlichen Verkehrsraum genutzt werden, weil sie mit Motorkraft angetrieben werden und über 6 km/h schnell sind. Sie müssten also richtig zulassen werden, der Fahrer müsste einen Führerschein haben und das Gerät müsste versichert sein. Das alles ist jedoch bei der derzeitigen Rechtslage nicht möglich. Eine Versicherung wie sie zum Beispiel für vergleichbare Fahrzeuge wie das Segway angeboten wird, gibt es nicht. Das Gleiche gilt für den Führerschein. Ein Segway mit einer Höchstgeschwindigkeit von unter 20 km/h und vorhandenem Versicherungsschutz darf man beispielsweise mit einer Mofa-Prüfbescheinigung fahren. Das ist in der Mobilitätshilfenverordnung geregelt worden. Für Hoverboards gibt es solche Bestimmungen derzeit nicht. Wer trotzdem damit auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen damit fährt, macht sich dementsprechenden Verkehrsvergehen strafbar.

Der Rat der Polizei – insbesondere an alle Eltern:

„Machen Sie Ihren Kindern klar, dass Hoverboards ausschließlich auf Privatgrundstücken genutzt werden dürfen. Wir empfehlen dann zusätzlich Schutzkleidung zu tragen. Ein Helm kann vor schweren Kopfverletzungen schützen.“


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