Erneuter Polizeieinsatz nach verdächtiger Wahrnehmung

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Nürnberg – Donnerstag Nachmittag (10.08.2017) kam es nach einer Zeugenmitteilung in Nürnberg-St. Peter zu einem umfangreichen Polizeieinsatz, der zunächst ohne Erfolg abgeschlossen werden musste. Im Laufe des Abends ergaben sich jedoch weitere Hinweise auf eine verdächtige Person.

Kurz nach 15:00 Uhr rief ein Zeuge bei der mittelfränkischen Einsatzzentrale an und teilte mit, dass er soeben einen Mann mit Schusswaffe und schusssicherer Weste in ein Anwesen in der Neubleiche habe laufen sehen.
Unverzüglich alarmierte die Einsatzleitung der PI Nürnberg-Ost Spezialeinheiten der Nürnberger Polizei, sperrte das betreffende Gelände weiträumig ab und durchsuchte das relevante Gebäude samt Tiefgarage. Gegen 17:00 Uhr war der Einsatz beendet, die verdächtige Person konnte an der Örtlichkeit nicht entdeckt werden.
Als gegen 17:45 Uhr erneut ein Zeuge die gleiche Wahrnehmung mitteilte, rückte die Polizei wiederum zum gleichen Anwesen an. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf ein bestimmtes Appartement und einen 17-jährigen Jugendlichen. Eine konkrete Gefährdung lag nicht vor. Letztlich erwirkte die Einsatzleitung der PI Nürnberg-Ost in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth bei einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Nürnberg einen Durchsuchungsbeschluss für das Appartement. Diesen Beschluss vollzogen Beamte der Nürnberger Polizei am frühen Morgen des 11.08.2017. Bis dahin behielt man das Gebäude im Auge.
Beim Betreten der Wohnung traf man zunächst nicht auf den Verdächtigen. Es fand sich aber eine schusssichere Weste, die sichergestellt wurde. Bei den weiteren Recherchen konnte man den Arbeitsplatz des Jugendlichen ermitteln. Dort nahm man ihn wenig später widerstandslos fest. Er räumte den Sachverhalt ein und zeigte den Beamten den Verwahrungsort der Schusswaffe. Sie wurde sichergestellt.
Es handelt sich um eine sog. Softair-Waffe, die den Anschein einer echten Schusswaffe erweckt.
Bisher sind keine Personen bekannt, die durch das Auftreten des Jugendlichen bedroht worden sind. Diesbezüglich bitten die Ermittler der PI Nürnberg-Ost um Hinweise von möglichen Geschädigten unter der Telefonnummer 09 11 91 95 – 0.
Wegen Verstößen gegen waffenrechtliche Vorschriften wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Den Jugendlichen konnte man nach vorläufig abgeschlossener Amtsbehandlung wieder entlassen.


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