Ist eine “Digitale Steuer” im Kommen?

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EU-Länder diskutieren über eine “digitale Steuer”, die verhindern soll, dass Gewinnsteuern in einem anderen Land entrichtet werden

Wie die NEWS, die Luzerner Zeitung und der Kurier berichten, haben sich die EU-Finanzminister diesen Samstag in Tallinn (Estland) über eine mögliche “digitale Steuer” beraten.
Der Gesetzesentwurf soll im Frühjahr vorgestellt werden, die Umsetzung wäre dann für das zweite Halbjahr 2018 geplant – doch noch ist nicht ganz klar, wie alles genau funktionieren soll.
Konkret ging es um die Thematik digitaler Dienstleistungen und wie man sie versteuern soll, sodass die Gewinnsteuer auch in jenem Land entrichtet wird, wo die Dienstleistung tatsächlich beansprucht wurde.
Im Grunde betrifft das Dienste wie Google oder Netflix, die große Umsätze in Ländern machen, ohne je einen Fuß in das jeweilige Land gesetzt zu haben.
Denn es werden zwar die Umsatzsteuern in dem Land entrichtet, jedoch keine Gewinnsteuer.

Finanzminister zeigen sich skeptisch

Neue Steuern einzuführen birgt dabei einige Risiken.

“Unter Umständen bewirke man mit der Einführung einer solchen Steuer eine Umlenkung Richtung China beim Kauf solcher Produkte.”

Noch ist man sich nicht einig, wie die Lösung konkret aussehen kann.
Auch wenn der Umsatzsteuer-Zuschlag dem eigenen Land zugute käme – zahlen müssen diese Steuern im Endeffekt wieder die Konsumenten.

Ergebnis:

Die “Digitale Steuer” ist im Gespräch und wird wahrscheinlich kommen.
Die Diskussionen diesbezüglich stecken jedoch noch in den Kinderschuhen.


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