"Hallo, hier ist die Polizei…"

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Koblenz –… So, oder so ähnlich steigen die Betrüger ins Telefongespräch ein. Auch gestern, Donnerstag, 12.10.2017, versuchten erneut Unbekannte mit der Masche „Falsche Polizeibeamte“ am Telefon meist älteren Menschen ihre Ersparnisse abzuluchsen.

Ein Phänomen, das nicht nur die Polizei in Koblenz immer wieder beschäftigt. Es gingen im Lauf des Tages bei der Kripo Koblenz mehrere Anzeigen von Senioren ein, die offensichtlich von Betrügern angerufen worden waren. Die Masche ist in den meisten Fällen identisch: Aus dem Telefonbuch werden Personen mit altmodischen klingenden Vornamen herausgesucht und von den Tätern angerufen.
Durch ausgeklügelte Technik wird im Display des Telefons des Angerufenen die Koblenzer Vorwahl 0261 und als Rufnummer des Anrufers die 110 angezeigt – eine Rufnummer, die man sonst zurecht mit der Polizei in Verbindung bringt. Unter einem Vorwand werden die Angerufenen von den „Polizeibeamten“ zu ihren Vermögensverhältnissen ausgefragt und es wird versucht Informationen über in der Wohnung vorhandene Wertgegenstände und Gelder zu erhalten.
In den der Koblenzer Polizei gestern bekannt gewordenen Fällen hatten die Betrüger glücklicherweise keinen Erfolg, denn die Senioren reagierten richtig, legten auf und informierten die Polizei.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Polizei- und Kriminalbeamte nicht am Telefon fragen werden, ob und wo Wertgegenstände aufbewahrt werden. Auch fordert die Polizei niemals dazu auf, Wertgegenstände irgendwo zu deponieren, Dritten zu übergeben oder gar Gelder zu überweisen.

Daher geben wir folgende Tipps:

  • Seien Sie generell misstrauisch bei Anrufen von „Amtspersonen“.
  • Rufen Sie bei Zweifeln selbst bei der Polizei an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Geben Sie keine Auskünfte am Telefon.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren finanziellen und familiären Verhältnissen preis.
  • Legen Sie auf, sobald Geld von Ihnen gefordert wird.
  • Seien sie besonders vorsichtig, wenn ein Besuch per Telefon angekündigt wird.
  • Schreiben Sie sich die angezeigte Telefonnummer auf.
  • Sollten Sie den Eindruck haben, in das Visier eines falschen Gesetzeshüters geraten zu sein, zögern Sie nicht und verständigen sofort die Polizei
  • Lassen Sie sich an der Tür immer einen Dienstausweis zeigen.
  • Auch Bankmitarbeiter sollten aufmerksam sein, wenn ältere Kundinnen und Kunden ganz plötzlich ihr gesamtes Erspartes abheben. Sie sollten das Vorhaben hinterfragen und gegebenenfalls die Polizei informieren.
  • Ändern Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch, z.B. indem Sie Ihren Vornamen abkürzen.

Und ganz wichtig:

Die Polizei ruft niemals über die Nummer des Notrufes 110 an!

Quelle: Polizeipräsidium Koblenz


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